PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

 

 

PSOaktuell Heft 3/05

Ausgabe Nr. 2 | Juni 2001

 

Preis: € 2,50

(zzgl. Versandkosten)

Dieses Heft ist vergriffen

 

 

Miniabo

nur 15,- € inkl. Versandkosten für 2 Ausgaben

Einzelhefte  

Übersicht aller Hefte der letzten Jahre

 

 

 umschau

Berufsbild

Hautärzte auch für die Seele zuständig

"Psychosomatische Grundversorgung" soll in die Facharztausbildung der Dermatologen einbezogen werden: Damit sie „schwierige“ Patienten nicht nur – und dann meist zu spät – an Psychotherapeuten abschieben.

 

Etwa ein Viertel der Hautkranken hat psychische und/oder soziale Probleme, die zusätzliche Hilfe erfordern. Das ergab eine im Hautarzt (2, 104-110; 2001) veröffentlichte Umfrage. Den geschätzten Bedarf könnten rechnerisch inzwischen genügend Fachleute befriedigen, nämlich 4366 ärztliche und 13015 psychologische Psychotherapeuten (Stand Juni 2000).

 

Die Spezialisten für die Seele verstehen aber zu wenig von den körperlichen Beschwerden, die nach einer nordamerikanischen Studie zum Beispiel Menschen mit schwerer Schuppenflechte stärker beeinträchtigen können als eine Krebserkrankung (vgl. PSO aktuell 4/1999, Seite 5). Umgekehrt ist bei den Experten, die sich um die Beseitigung der Hauterscheinungen kümmern, eine „erstaunliche Unkenntnis“ der darüber hinaus gehenden Versorgungsmöglichkeiten festzustellen. So diagnostiziert Prof. Uwe Gieler von der Abteilung psychosomatische Dermatologie am Klinikum der Universität Gießen.

 

Der einschlägige Arbeitskreis (APD) der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft hat daher ein Curriculum zur „psychosomatischen Grundversorgung“ vorgeschlagen (Dtsch. Dermatol. 2, 82- 88; 2001). Der Lehrplan umfasst 80 Stunden, in denen künftig während der Facharztqualifikation nicht bloß Kenntnisse der psychischen Aspekte von Hautkrankheiten erworben werden sollen. Ausdrückliches Ziel, so betont Gieler, seien auch Fähigkeiten zur Behandlung im Sinne der „sprechenden Medizin“.

 

Psychosomatische Grundversorgung"

Psychische Warnsignale, wie der Rückzug von den Mitmenschen, könnten rechtzeitig erkannt werden

 

weiter auf Seite 7...

 

Vitamin D3

Noch ein neuer Stoff

Auch kleine Unterschiede bei der Variation einer bewährten Therapie haben ihren Preis. Darum müsse sie später von der Werbung groß herausgestellt werden. Ärzten und Patienten nützt das wenig, solange der verschärfte Wettbewerb die Vitamin-D-Präparate nicht billiger macht.

 

weiter auf Seite 10...

 

[nach oben]

 

 

 

thema

Streit mit Ärzten und Kassen

Ein Kassenpatient soll bisher als medizinisch notwendig geltende Mittel zur Behandlung der Schuppenflechte nur noch auf Privatrezept bekommen

Die Versicherung lehnt eine ärztlich empfohlene Reha-Maßnahme ab. Der medizinische Dienst hält erneut eine Klimatherapie am Toten Meer für erforderlich, doch die Krankenkasse verweigert die Kostenübernahme.

 

Eine Patientin wird trotz beantragter Verlängerung in einem für sie höchst unbefriedigenden Zustand aus der Klinik entlassen. Eine andere fühlt sich falsch behandelt und ungenügend über die bei ihr neu diagnostizierte Schuppenflechte aufgeklärt.

 

Das sind Einzelfälle, in denen sich die Betroffenen an uns gewandt haben. Die Unzufriedenheit scheint allgemein zuzunehmen. Geben Leistungseinschränkungen für gesetzlich Versicherte dazu Anlass? Oder lassen sich Patienten heute weniger gefallen?

 

weiter auf Seite 14...

 

Was sagen Psoriatiker

Marianne Noll:

Ich bin der Meinung, und der jetzt behandelnde Hautarzt bestärkt mich darin, dass diese Frau mich völlig falsch behandelt hat. Was kann ich gegen sie tun? Wo bekomme ich Hilfe? Und habe ich Anspruch auf Schadenersatz?“ Von der Redaktion über die Möglichkeiten in solchen Fällen informiert, wandte sich die Patientin an die Gutachterkommission für ärztliche Haftpflichtfragen der Ärztekammer. Zwei Monate darauf lagen bereits die Stellungnahmen aller Beteiligten vor. Marianne Noll ist gespannt, ob die beiden mit der Prüfung beauftragten Gutachter einen Behandlungsfehler bestätigen und behält sich vor, notfalls gerichtlich finanzielle Entschädigung einzuklagen.

 

weiter auf Seite 17...

 

Wie sehen es Profis

Wolfgang Putz:
Wenn sich jemand ungenügend oder falsch behandelt fühlt, besteht die Möglichkeit bei den Schlichtungsstellen der zuständigen Landesärztekammer durch Sachverständige prüfen zu lassen, ob dies zutrifft. Doch um in solchen Fällen finanzielle Ansprüche durchzusetzen, „muss ein Körperschaden nachgewiesen werden“, erläutert der Münchner Jurist. Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Rechtsanwälte im Medizinrecht e.V., der nur praktisch auf diesem Gebiet ausgewiesene Spezialisten angehören.

Die Erstberatung soll klären, ob eine genaue juristische Prüfung des Falles überhaupt sinnvoll ist, welche Schlichtungsmöglichkeiten bestehen, wie teuer eine gerichtliche Auseinandersetzung würde und was damit erreichbar ist, kurzum: „Es wird die Spreu vom Weizen getrennt“.

 

weiter auf Seite 20...

[nach oben]

 

 

 

rat & tipps

Sonnenbaden

Sicherer Lichtschutz

Die Dosis macht das Gift. Dieser Grundsatz gilt auch für die UV-Bestrahlung. Bei der Therapie kann ihr Nutzen ein gewisses Risiko aufwiegen. Nur um des Vergnügens willen sollte kein Wagnis eingegangen werden.

 

Nicht nur vorbeugen, sondern auch heilen?

Was Meeresalgen können, soll nun auch Menschen zugute kommen. Die Pflanzen schützen sich mit einem Photolyase genannten Enzym gegen zu starke Sonnenbestrahlung, indem sie die dadurch verursachten Schäden an der Erbsubstanz DNS unter dem Einfluss von Licht wieder beheben. 

 

Der natürliche Pannenhelfer wurde für kosmetische Zwecke in Liposomen verpackt. Diese Fettkügelchen haben eine Schicht, die gern Wasser aufnimmt, fachsprachlich als „hydrophil“ bezeichnet. Darin eingeschlossen wird das Enzym durch die Oberhaut bis in die Basalzellschicht geschleust. Es hängt sich dort an die durch UVB-Strahlung entstehenden Verbindungen im Zellkern, die zu Sonnenbrand, Schwächung des Immunsystems vor Ort und Hautkrebs beitragen. Wird der so gebildete Molekülkomplex dann Strahlen der Wellenlänge zwischen 300 und 500 nm ausgesetzt, können dadurch aktivierte Substanzen die DNS wieder in ihren normalen Zustand versetzen.

 

Dass sich derart bereits entstandene Schäden rückgängig machen lassen, haben die von Prof. Jean Krutmann an der Universitäts-Hautklinik Düsseldorf geleiteten Untersuchungen gezeigt. Dabei genüge schon eine teilweise Reparatur, um hundertprozentig vor der Unterdrückung der Immunabwehr durch UVB zu schützen. Außerdem verhindere die Enzym-Zubereitung das Erythem (Rötung) und ein Absterben von Hautzellen. Sie sei demnach ein idealer Partner der nur vorbeugend wirksamen Lichtschutzmittel.

 

Das neue Prinzip nutzt ein seit Mai 2001 in Apotheken erhältliches Produkt: Ladival® med Aktivpflege-Fluid soll unmittelbar nach dem Sonnenbad auf die zuvor gereinigte Haut aufgetragen werden. Es ist frei von Emulgatoren, eignet sich für jeden Hauttyp und alle Altersgruppen. 125 ml kosten 24,90 DM.

 

weiter auf Seite 24...

 

Psoriasis im Kindesalter

Besonderheiten der Diagnose und Therapie

Schuppenflechte beginnt statistisch selten schon in jungen Jahren. Daher wird sie leicht übersehen oder verwechselt. Und die Patienten sind nicht einfach wie kleine Erwachsene zu behandeln.

Schöpft man die dennoch verfügbaren Möglichkeiten der äußerlichen Therapie aus, sind riskante innerliche Medikamente bei Heranwachsenden kaum erforderlich.
Zudem lassen sich die mit ihrer Erkrankung verbundenen Probleme nicht allein medizinisch lösen. Die restlos fleckenfreie Haut darf nicht der oberste Maßstab sein. 

[weiterlesen...]

 

Haarausfall

Kahlheit mit und ohne Psoriasis

Kahlheit mit und ohne Psoriasis   

  
   

Bevor man wirksam behandeln kann, müssen Schuppen entfernt werden. Das offenbart oft erst den Verlust von Haaren. Sie wachsen nach,  sobald die krankhafte Störung in der Kopfhaut behoben ist. Sonst droht ihren Wurzeln bleibender Schaden.

[weiterlesen...]

 

 

[nach oben]

 

 

 

im gespräch

Psoriasis mit Kortison wegspritzen?

Mein Hausarzt hat mir Volon® A gespritzt. Nach drei Tagen war meine Haut vollkommen sauber! Etwa einen Monat hielt dieser wunderbare Zustand an. Dann kam allerdings die Schuppenflechte ziemlich heftig wieder. Aber könnte ich nicht alle vier Wochen so eine Injektion bekommen, um erscheinungsfrei zu bleiben?

Michael M.

 

Der Wirkstoff des genannten Präparates gehört zu den künstlichen Abwandlungen von Hormonen der Nebennieren-Rinde. Mit Tabletten oder Injektionen sind nicht nur eine Reihe schwerwiegender Nebenwirkungen zu befürchten, z. B. Knochenschwund (Osteoporose), Zuckerkrankheit, Bluthochdruck oder erhöhte Infektanfälligkeit. Groß ist auch die Gefahr, dass die Schuppenflechte rasch wieder auftritt und dann schwerer als vorher verläuft. Wie schon im Therapie-Leitfaden von PSO aktuell 2/1999 betont, muss die hochdosierte Injektion von Kristallsuspensionen in die Muskulatur bei gewöhnlicher Psoriasis als Kunstfehler gelten. Sinnvoll kann es dagegen sein, solche Präparate in entzündete Gelenke zu spritzen (vgl. PSO aktuell 1/2000). Ebenso lassen sie sich bei einzelnen hartnäckigen Plaques direkt in die betroffenen Hautstellen (intraläsional) verabreichen. Dabei gelangen nur geringe Mengen über den Blutkreislauf in den ganzen Körper.

weitere "Fragen und Antworten" ab Seite 30 ...

 

Möchten Sie die Zeitschrift PSOaktuell kennen lernen?

   

Anzeigen

Gratisausgabe PSOaktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte

 

 

 

© PSO aktuell 2017 Sitemap | RSS-Feed | Datenschutz | Impressum | Kontakt