Hier einige Höhepunkte des Heftes Nr. 3 - September 2001:
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Die warmen Quellen von Kangal sind für ihre tierischen "Wunderheiler" berühmt. Nun haben Wissenschaftler der Universitäten Sivas und Istanbul den Krankheitsverlauf von 87 Patienten mit Psoriasis vulgaris während der maximal drei Wochen dauernden Behandlung in dem 1600 Meter hoch gelegenen Badeort erstmals nachprüfbar dokumentiert. Die Ausdehnung und Schwere der Schuppenflechte wurde nach dem international üblichen Psoriasis Area and Severity Index (PASI) gemessen, allerdings bloß in 35 der 87 Fälle länger als eine Woche verfolgt. Man kann also weder den unmittelbaren Wirkungsgrad noch die Dauer des Erfolgs beurteilen. Die veröffentlichten Ergebnisse geben auch keinen Aufschluss darüber, wie wichtig die Schuppenfresser im Thermalwasser bei dieser Kur tatsächlich sind. Dennoch werden sie inzwischen in Deutschland gezüchtet und als "schwimmende Hautärzte" zur Therapie angeboten.
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Mit einem Laser kann man Licht in der bei Psoriasis wirksamen Wellenlänge nur auf die betroffenen Stellen leiten. Je mehr die vorher bestimmte Schwellendosis für Hautrötung überschritten wird, desto schneller zeigt sich der Erfolg. Bilanz der ersten Erfahrungen.
WICHTIG |
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In einem Experiment mit 27 gesunden Studenten bestimmten amerikanische Forscher während verschiedener Perioden seelischer Anspannung den transepidermalen Wasserverlust (TEWL). Er zeigt an, wie durchlässig die Barriere der Oberhaut ist. Diese verhindert, dass schädliche Stoffe aus der Umwelt eindringen und nützliche Bestandteile der Körperflüssigkeit nach außen verloren gehen. Zur Zeit der Abschlussprüfungen dauerte es wesentlich länger als z. B. nach den Winterferien, bis der TEWL wieder normale Werte erreichte. Psychische Belastungen beeinträchtigen demnach die Wasserbindungsfähigkeit der Haut, die bei Psoriasis ohnehin mangelhaft ist. Das könnte erklären, warum Stress die Krankheit verschlechtert (Arch. Dermatol. 137, 53-59; 2001) |
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Auf einen Blick |
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Die Zusammensetzung der Nahrung wirkt sich auf Entzündungsvorgänge aus. So kann der Verlauf einer Psoriasis gemildert sowie die Therapie von Haut und Gelenken unterstützt werden.
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Bei genügend hoher
Konzentration kann Eicosapentaensäure |
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Das chronische Hautproblem belastet nicht nur den Patienten, sondern stellt die ganze Familie vor Aufgaben, zu deren Bewältigung sie Hilfe braucht.
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Auf Initiative der Firma Hermal wird seit Mai 2001 unter www.hautstadt.de auch die Möglichkeit der "Expertensuche" geboten. Die Angaben sind zwar schon genauer als im Branchenverzeichnis, aber ob sie bei einem Doktor gut aufgehoben sind, finden die Betroffenen am besten anhand einer persönlichen Check-Liste heraus.
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Während der Schwangerschaft habe ich Schuppenflechte bekommen, die sich auf die Fußsohlen und Handinnenflächen begrenzt. Die Diagnose wurde lange nicht gestellt. Mein Leidensdruck ist sehr groß, teilweise kann ich kaum auftreten. Der Hautarzt, bei dem ich war, scheint sich mit dieser Form nicht auszukennen. Im Internet fand ich auch nur Informationen zur herkömmlichen Psoriasis. Welche Therapie ist zu empfehlen? Momentan stille ich aber noch und möchte keine schädigenden Medikamente nehmen.
Ute D.
PSO aktuell: An den beschriebenen Stellen kommt die Psoriasis palmaris et plantaris in zwei Erscheinungsformen vor: Entweder bilden sich auf den scharf begrenzten und geröteten Herden weiße bis gelbliche Pusteln und klare (so genannte dyshidrotische) Bläschen. Oder es kommt bei der trocken-hyperkeratotischen Psoriasis vor allem an den seitlichen Hand- und Fußpartien zu massiven Schuppenauflagerungen, die bei mechanischer Belastung schmerzhaft einreißen. Die Behandlung ist in beiden Fällen schwierig. Vorgeschlagen werden Salicylsäure und Kortison unter abdeckendem Verband, dann Hand- und Fußbäder mit Zusatz von 8-Methoxypsoralen (8-MOP) zur Steigerung der Lichtempfindlichkeit für die nachfolgende UVA-Bestrahlung. 8-MOP kann auch mit einer Creme (Unguentum Cordes) verabreicht werden. Als Konzentration empfehlen Dermatologen der
Universitätsklinik Frankfurt jetzt 0,001 Prozent. Die Bestrahlung müsse innerhalb von 30 Minuten nach dem Entfernen der Creme stattfinden (Br. J. Dermatol. 144, 991- 995; 2001). Da bei dieser lokalen PUVA der Lichtsensibilisator nicht über das Blut in die Muttermilch gelangt, dürfte es hier während des Stillens keine Einwände geben, im Gegensatz zur innerlichen Behandlung, z. B. mit Neotigason® oder Fumaderm®, die in hartnäckigen Fällen erwogen wird.
Die Interferenzstrom-Therapie mit Elektroden im Wasserbad (vgl. PSO aktuell
3/2000, S. 9) scheint durchaus wirksam zu sein, wurde aber bisher nur an einer kleinen Zahl von Patienten klinisch geprüft, überwiegend bei nicht pustulösen Formen. Eine gründliche Bewertung wäre wünschenswert (siehe Seite 8). In Einzelfällen waren die Erfolge so überzeugend, dass die Betroffenen sich das Gerät der Firma Nemectron für über 4000,- DM gekauft haben.
weitere "Fragen und Antworten" ab Seite 30 ...
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