PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

 

 

PSOaktuell Heft 3/05

Ausgabe Nr. 1 | März 2002

 

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 umschau

Abdeckender Verband

Unter Verschluss schneller heil

Ein bewährtes Behandlungsprinzip heißt Okklusion (lat. occludere = verschließen). Es steigert die Durchlässigkeit der Haut und damit das Eindringen von Arzneisubstanzen. Da infolgedessen die für ein gutes Ergebnis benötigte Dosis geringer ist, vermindert sich das Risiko unerwünschter Wirkungen. Bei Psoriasis bremst der Verband auch ohne Medikament schon die überstürzte Zellteilung.

 

Nach einer Untersuchung an der Universitäts-Hautklinik Bochum war das als Varihesive® angebotene Material hinsichtlich Schuppung und Verdickung der Hornschicht allein genauso so wirksam wie ein mittelstarkes Kortisonpräparat, das lediglich die entzündliche Rötung stärker verminderte. Unter einem solchen Hydrokolloidverband brauchen diese Wirkstoffe als Creme oder Tinktur gewöhnlich nur einmal wöchentlich aufgetragen zu werden. Mit oder ohne Medikament ist das elastische Material auf ärztliches Rezept erstattungsfähig.

 

Den Verband mit einer rollenden Bewegung anbringen 1

Den Verband mit einer rollenden Bewegung anbringen 2

Den Verband mit einer rollenden Bewegung anbringen und besonders an den Rändern festdrücken.

 

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Immunmodulation

Psoriasis mit Spritze lange vergessen?

Alefacept scheint gezielt fehlgeleitete „Gedächtniszellen“ im Immunsystem auszuschalten. Die klinische Erprobung des neuen Wirkstoffs spricht für eine anhaltende Besserung. Nutzen und Risiko sind aber noch nicht abzuschätzen. 

 

Eine Therapie, die „an den Ursachen angreift“, verkündete die Presseinformation nach einer Veranstaltung der Biogen GmbH. Unter dem Titel „Biotechnologie in der Medizin – Fakten und Visionen“ war von der deutschen Tochterfirma des nordamerikanischen Unternehmens für das „rekombinante Fusionsprotein Alefacept“ geworben worden. Mit dem Warenzeichen Amevive® soll es zur Behandlung der Schuppenflechte vertrieben werden, wenn die im August 2001 beantragte Zulassung erteilt worden ist. 

  

Fakten und Fragen

Jede Woche eine Spritze, und die Haut bleibt für Monate schuppenfrei: Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Tatsächlich war Alefacept bei der klinischen Prüfung deutlich wirksamer als Kochsalz-Injektionen (Placebo).

 

Aber:

Bestenfalls bei jeder zweiten Versuchsperson nahm die Kennziffer für Schwere und Ausdehnung der Schuppenflechte (PASI) um mindestens 50 Prozent ab, und die gleiche Besserung stellte man in bis zu einem Drittel der nur scheinbar behandelten Fälle fest. Das lässt vermuten, dass die Teilnahme an der Erprobung einer so viel versprechenden Therapie eine starke psychologische Wirkung hat. 

 
Darüber hinaus sind die Erfolge in der Ausnahmesituation wissenschaftlicher Prüfung grundsätzlich nicht auf die Alltagsbedingungen übertragbar. Erst wenn Amevive® voraussichtlich 2003 allgemein verfügbar ist, wird sich erweisen, was es als „normales“ Medikament im Spektrum der Psoriasis-Behandlung leistet. Das gilt auch für die Dauer der Erscheinungsfreiheit, die lediglich bei einer kleinen Gruppe der Testpatienten erfasst und für deutlich länger als mit anderen systemischen (innerlichen) Mitteln befunden wurde. Schließlich fehlen noch Langzeitbeobachtungen, ob der Eingriff in das Immunsystem wirklich keine unerwünschte Wirkungen hat.

 

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Elektrotherapie

Neues Heimgerät

Für die Interferenzstrom-Behandlung der Psoriasis gibt es ein experimentell und klinisch begründetes Verfahren. Die Konkurrenz beruft sich darauf, ohne in eigenen Untersuchungen die Gleichwertigkeit nachgewiesen zu haben. 

 

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thema

Einspruch gegen Positivliste

Die vorgeschlagene Auswahl verordnungsfähiger Arzneimittel gefährdet die zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der chronisch Hautkranken. PSO aktuell dokumentiert die Bedenken von Dermatologen. Sie halten vor allem für unberechtigt, dass Basistherapeutika zu Kosmetika herabgestuft und Kombinationspräparate pauschal ausgegrenzt werden. Dadurch entstünden langfristig mehr und nicht, wie die Befürworter der geplanten Regelung behaupten, weniger Kosten.

Cartoon BoB Born

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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rat & tipps

Problembereiche

Gesichtsbefall

GesichtsbefallBesonders belastend sind sofort sichtbare Herde, zum Beispiel an Augenbrauen oder Stirn. Behutsam können auch offiziell nicht empfohlene Mittel in dieser empfindlichen Region hilfreich sein.   

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im gespräch

Nichts hilft auf Dauer

Ich habe an beiden Handflächen und jetzt auch an den Füßen eine teilweise juckende Schuppenflechte. Seit fast einem Jahr verwende ich die Salbe Silkis®, Soderm® Plus und Daivonex®. Keine scheint wirklich oder auf Dauer zu helfen. Gibt es noch andere Möglichkeiten, die Schuppenflechte in den Griff zu bekommen?

Noch eine Frage: Mein Mann und ich wünschen uns ein Kind. Wie soll während der Schwangerschaft die Behandlung aussehen? Müssen Medikamente abgesetzt werden, und zu welchem Zeitpunkt?

Angelika S.

 

PSO aktuell: Bei den genannten Medikamenten handelt es sich um die biologisch aktive Form von Vitamin D3 (Silkis®) bzw. eine künstliche Abwandlung (Daivonex®) und eine starke Kortison-Verbindung (Soderm®). Deren Wirksamkeit ist durch klinische Vergleichstests vielfach belegt. Das heißt aber nur, dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die jeweiligen Erschinungen der Schuppenflechte besser zurückbilden, als wenn eine Salbe ohne Wirkstoff verwendet wird. Die Angaben zum Wirkungsgrad gelten zudem meist bloß für den akuten Zustand. Selbst wenn solche Studien den Zeitraum weitgehender Symptomfreiheit nach der Behandlung einbeziehen, bietet keine der heute verfügbaren Methoden die Gewähr, dass die Haut dauerhaft heil bleibt. Zu anderen Möglichkeiten der Therapie an den Händen finden sie nähere Angaben in PSO aktuell 3/2001, S. 33.
Was in der Schwangerschaft bedenkenlos, mit Einschränkungen oder auf keinen Fall anwendbar ist, werden wir in unserem nächsten Heft ausführlich darstellen.

 

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