Artikel aus PSO aktuell Heft März 2002
Selten, aber sehr belastend sind sofort ins Auge fallende Psoriasis-Herde. In die relativ dünne Gesichtshaut dringen Wirkstoffe besser ein. Umso behutsamer müssen sie angewandt werden.
Der Umgang mit Schuppenflechte ist für die Betroffenen besonders schwer, wenn ihre oft noch ungenügend aufgeklärten Mitmenschen der Krankheit buchstäblich ins Gesicht blicken. Diese untypische Lokalisation kann durch andere Entzündungen oder Reizungen der Haut gefördert werden. Das muss die Behandlung ebenso berücksichtigen wie die größere Empfindlichkeit der Haut.
Wo man´s sieht
Am häufigsten treten Veränderungen an den Augenbrauen auf. Bevorzugte Stellen sind auch die Hautfalten zwischen Nase und Backen sowie Oberlippe, außerdem die Stirn, vor allem am Haaransatz.
Bei vererbter Psoriasis-Bereitschaft kann gleichzeitig ein seborrhoisches Ekzem vorkommen. Dabei wird vermehrt Talg (lat. sebum) gebildet. Diese fettige Absonderung begünstigt in den talgdrüsenreichen Arealen des Gesichts und der behaarten Kopfhaut eine Entzündung mit kleieförmiger Schuppung. Den Krankheitsprozess verstärkt meist noch eine Infektion der Haarfollikel mit einem bestimmten Hefepilz. Dadurch können wiederum Psoriasis-Herde herausgefordert ...