Hier einige Höhepunkte des Heftes Nr. 2 - Juni 2002:
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Mit Laser lassen sich große UV-Mengen gezielt auf Psoriasis-Herde "schießen". Das von mehreren Firmen und ärztlichen Anwendern gepriesene Verfahren eignet sich aber nur bei begrenztem Befall und muss privat bezahlt werden.
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Auf Chipkarte für Hautärzte nicht kostendeckend |
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Die Wirksubstanz in Enbrel® fängt einen Botenstoff ab, der Entzündungsvorgänge antreibt. Das für die Behandlung der Gelenke bei Schuppenflechte in den USA bereits zugelassene Präparat bessert auch die Hautveränderungen.
offene fragen |
| Enbrel® ist seit Januar 2002 in den USA für Psoriasis-Arthritis zugelassen. Der deutsche Vertriebspartner Wyeth Pharma erwartet frühestens bis Herbst dieses Jahres, dass die Behörde das hier ebenfalls beantragte Anwendungsgebiet genehmigt. Die Zulassung wird sich nicht auf die Kombination mit MTX beschränken, die bei Remicade® vorgeschrieben ist. Dieses Präparat, das keine Vertriebserlaubnis bei Psoriasis hat, schaltet den an Zellen gebundenen TNF-a aus, und der andere Wirkmechanismus scheint zu den stärkeren Nebenwirkungen beizutragen (siehe Seite 11). Nach der vorliegenden Studie ist Enbrel® der Scheinmedikation allein ebenso überlegen wie zusammen mit MTX. Sein Vorteil müsste daher nicht nur gegenüber Placebo, sondern auch im Vergleich zu MTX und anderen Basistherapeutika demonstriert werden. Das ist nicht zuletzt wegen der erheblich höheren Kosten von mindestens 15.000 Euro jährlich notwendig. |
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Vor einem Versorgungsnotstand warnte die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie. Immer mehr Internisten seien als Hausärzte tätig, da ihre Leistungen in dieser Kategorie besser vergütet würden. Neu erkrankte Patienten könnten heute kaum noch erkennen, welcher Internist eine Zusatz-Ausbildung für Erkrankungen des Bewegungsapparates habe. Tatsächlich ist die Zahl der ausgewiesenen Rheumatologen bundesweit von etwa 300 auf 200 gesunken.
Unser Rat: |
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Der neue § 18 im neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX) eröffnet den Trägern der Rentenversicherung die Möglichkeit, Sachleistungen bei „zumindest gleicher Qualität und Wirksamkeit“ im Ausland zu erbringen. Das könnte die Klimatherapie am Toten Meer einschließen (vgl. PSO aktuell 1/2002, S. 34). Der Dachverband VDR in Frankfurt /M. hat angekündigt, einheitliche Prüfkriterien zu erarbeiten. Bis diese vorlägen, begutachte jeder Rentenversicherungsträger die Anträge im Einzelfall. Einig seien sich die zuständigen Gremien, dass über die geforderte Wirtschaftlichkeit nicht allein die Kosten entscheiden dürften. Vielmehr müssten die Qualitätsstandards deutscher Einrichtungen zur medizinischen Rehabilitation gefordert werden. |
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Der Erfolg einer Therapie wird heute meist mit der Kennziffer für Ausdehnung und Schwere gemessen. Wenn der Psoriasis Area and Severity Index (PASI) um mindestens 75 Prozent abnimmt, gilt die Behandlung als wirksam.
Im klinischen Alltag sehen Ärzte und Patienten auf einen Blick, ob sich die Krankheit gebessert hat. Aber wann ist das Ergebnis ausreichend?
Manche halten es für kosmetischen Luxus, die Psoriasis-Herde so lange zu behandeln, bis sich die Haut dort nicht mehr von der Umgebung unterscheiden lässt. Andere meinen dagegen, sonst sei der schnelle Rückfall bereits programmiert. So käme die zeitgemäße Ungeduld langfristig teuer zu stehen. Dies betrifft besonders den stationären Bereich, wo ein neues Gesetz für möglichst kurze Verweildauer sorgen soll. In der Hautarzt-Praxis stößt die konsequente Betreuung dann erst recht an Budget-Grenzen.
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Kurzgefasst |
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Bei den meisten Medikamenten wird wegen der Gefahr für das Kind von einer Anwendung abgeraten. Die Warnung kann reine Vorsicht sein oder auf nachgewiesenen Schäden beruhen. Eine genaue Betrachtung erlaubt es, die mütterliche Erkrankung trotzdem nicht zu vernachlässigen. Die für Arzneimittel gegen Psoriasis verfügbaren Informationen sind in einer Tabelle zusammengefasst.
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Vorbeugen gegen Infektionen, aber dafür Schuppenflechte? Wird sie durch Impfen ausgelöst oder verschlimmert? Was ist immer zu empfehlen, wer muss vorsichtig sein? Antworten auf diese und ähnliche Fragen, dazu Tipps und Adressen für weitere Auskünfte.
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Mein Mann wollte für mich über unsere Hausapotheke mit Hausarzt-Rezept H 15 Gufic bestellen. Statt dessen hat der Apotheker (dessen Auskünfte normalerweise sehr verlässlich sind) ihm ein Produkt von Bioxera in die Hand gedrückt mit dem Hinweis, dass es sich hierbei um den absolut gleichen Wirkstoff handelt, nämlich Olibanum in einer homöopathischen D3-Potenz (Verreibung). Ich bin nun ziemlich verunsichert, da ich mich nicht erinnern kann, je einen Hinweis auf dieses Präparat in Pso aktuell gelesen zu haben.
Christel S.
PSO aktuell: Wenn es sich bei diesem Präparat um eine D3-Potenz handelt, dann ist die obendrein keineswegs mit dem indischen Weihrauchtrockenextrakt in H 15 identische Ausgangssubstanz dreimal jeweils im Verhältnis 1:10 verdünnt, enthält also von den für die Arzneiwirkung wichtigen Boswelliasäuren nur noch Spuren. Die verschiedenen Arten von Weihrauch (botanischer Name: Olibanum) unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung, ebenso ist die Zubereitung (und infolgedessen die Verfügbarkeit im Organismus) der anderen Präparate durchaus nicht ohne weiteres vergleichbar mit dem indischen Original. Es wird von der Firma Gufic in Mumbay hergestellt und hat nachweislich eine konstante pharmazeutische Qualität hinsichtlich Wirkstoffgehalt, Reinheit und Verarbeitung des Pflanzenextraktes (vgl. PSO aktuell 3/2000, S. 7). Das auch in einem Kanton der Schweiz zugelassene Fertigarzneimittel wurde bis vor kurzem unter der Bezeichnung „H 15 Ayurmedica“importiert. Wegen geänderter Vertragsbedingungen wird es derzeit durch den Namen des Herstellers (Gufic) gekennzeichnet. Ein als „H 15 Weihrauch“ angebotenes Produkt täuscht Ähnlichkeit vor, ohne nachgewiesen zu haben, dass es bei der therapeutischen Anwendung „bioäquivalente“ Eigenschaften hat. Es ist in Österreich als Lebensmittel zugelassen, obwohl auch dort eigentlich Weihrauch als Arzneimittel gilt und darum die gesetzlich vorgeschriebene Wirksamkeit und Unbedenklichkeit belegt werden muss.
weitere "Fragen und Antworten" ab Seite 30 ...
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