PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft Dezember 2003

 

Kangalfische bei Schuppenflechte

Zur Fisch-"Tierapie" lieber nach Bad Mergentheim statt Anatolien?

Knabberfische aus dem türkischen Badekurort Sivas bei Kangal sollen auch hierzulande Menschen mit Schuppenflechte helfen. Nun bietet eine Klinik in Baden-Württemberg diese Therapie stationär und medizinisch überwacht an. Erste Erfolge scheinen sich abzuzeichnen.

 

Kangalfische - KnabberfischeSeit deutsche Türkeiurlauber die als „Rötliche Saugbarben" oder „Garra rufa" bekannten Fische aus Kangal mit nach Hause gebracht haben, berichteten Presse und Fernsehen immer wieder über diese exotischen „Hauärzte". Das Angebot ist bunt, der „Tierapie"-Wildwuchs kennt fast keine Grenzen (vgl. PSO aktuell 2/2002, S. 22). Langsam spricht sich allerdings herum, dass Selbstbehandlungsversuche mit einer Hand voll solcher Fischchen, die im Aquarium oder der Regentonne gehalten werden, kaum Erfolg versprechen und auch aus hygienischen Gründen bedenklich sein können. Trotzdem sind noch immer einige Anwender fest überzeugt, dass Psoriatiker von der Knabberei profitieren, sofern die sechs bis acht Zentimeter langen Tiere nur unter optimalen Arbeitsbedingungen werkeln können. Zu diesen überzeugten gehört Karl Gutekunst, Leiter der Erlenbach-Klinik in Bad Mergentheim. Deren Schwerpunkt liegt auf Naturheilverfahren. Sie ist nach § 111 des Fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) anerkannt als Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtung für Stoffwechselstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Verdauungsorgane und Leber sowie psychosomatische Störungen.

Seit September 2002 werden hier auch Patienten mit Schuppenflechte aufgenommen. Ihnen bietet die Klinik erstmals in Deutschland eine stationäre Badekur mit den Garra-rufa-Fischen an.

 

Selbstversuch

„Wir haben unsere Form der Therapie aus meiner persönlichen Not heraus erarbeitet", sagt Karl Gutekunst. Der 54-jährige leidet selbst seit 16 Jahren unter Psoriasis. In heftigen Schüben machte sie ihm großflächig fast überall am Körper zu schaffen. Merklich geholfen haben ihm bisher nur mehrwöchige Aufenthalte am Toten Meer. „Doch mit dieser Therapiemöglichkeit war Schluss, als ich einen schweren Herzinfarkt erlitt und die glühende Hitze in Israel nicht mehr ertragen hätte."

Im Hotel Reblinger Hof im Bayrischen Wald setzte er sich an drei Tagen probeweise in die Wanne ...

 

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