PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

 

 

PSOaktuell Heft 3/05

Ausgabe Nr. 1 | März 2004

 

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Arzneimittel

Preis der Reform

Patienten müssen bei Medikamenten mehr zuzahlen. Und Dermatologen können kaum die Vorgaben der Verordnungskosten einhalten, da sich bisher relativ billige Präparate verteuerten.

 

Der Apotheker schlägt nämlich jetzt auf den Einkaufspreis erst drei Prozent und dann immer den Betrag von 8,10 Euro auf. Davon gibt er an die Krankenkassen jeweils 2 Euro ab. Ebenso werden ihnen die von den Patienten erhobenen Zuzahlungen weiter geleitet. Solche finanziellen Opfer sollen die Arzneimittel-Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) senken. Doch das einheitliche „Dienstleistungshonorar" der Apotheker von 8,10 Euro je Packung treibt den Preis bei verschreibungspflichtigen Medikamenten, die zuvor bis 28,50 Euro kosteten, in die Höhe. Vermindert wird er dagegen bei darüber liegenden Mitteln, wo die anteilige Gewinnspanne früher die Endsumme steigerte.

 

In dem für Dermatologen wesentlichen Bereich führt die neue Preisgestaltung dazu, dass z. B. 20 g von dem Kortisonpräparat Ecural® mit Mehrwertsteuer 15,42 Euro (vorher 9,71 Euro) kosten. Wenn die angestrebte Kürzung des Arzneimittel-Budgets gleichmäßig umgelegt wird, haben Hautärzte gegenüber Fachgruppen, die eher Medikamente über der Grenze von 28,50 Euro verordnen, das Nachsehen und müssen mit Regressen wegen überschreitung der Richtgrößen rechnen.

 

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Kassenerstattung

Mit fünf Euro noch dabei

Mit fünf Euro noch dabei

Rezeptfreie Medikamente sollen gesetzlich Versicherte ab 1. April 2004 selbst zahlen. Bei Psoriasis wird diese Regel einige Ausnahmen zulassen.

 

Für pflanzliche und homöopathische Medikamente gibt es fast keine Ausnahmen. Etliche wurden schon immer selbst gekauft, weil sie billiger waren als die Zuzahlung bei Verordnung auf Kassenrezept. Den als „sanfte" Therapie zwischen den akuten Schüben bewährten Extrakt von Mahonia aquifolium in Rubisan® konnte man bisher mit einer Eigenbeteiligung von maximal 4,50 Euro (N2) verschrieben bekommen. Künftig sind bei 100 g Salbe 28,50 Euro fällig. Die finanziell preiswerte Alternative ist die Mindestzuzahlung von 5 Euro für ein rezeptpflichtiges Präparat, bei dem freilich unter Umständen mehr unerwünschte Wirkungen in Kauf genommen werden müssen, als es in diesem Krankheitsstadium nötig wäre. Die Kassen kostet ein solches Ausweichen auf weiter erstattungsfähige Mittel zweifellos mehr.

 

HANDELSSPIELRAUM

Rezeptfreie Präparate unterliegen nicht mehr der Preisbindung. Eine Apotheke darf sie also billiger abgeben als die andere. Das ist nach einer Stichproben- Erhebung bisher kaum geschehen und wird auch künftig nicht erwartet, solange es für Arzneimittel keine Discountgeschäfte wie Aldi gibt. Aber wenn sich Patienten zusammentun, wäre es einen Versuch wert, ob regionale Selbsthilfegruppen bei größeren Mengen regelmäßig bezogener Medikamente nicht Rabatte aushandeln können.

 

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Kurz notiert

Alter Stoff neu verpackt

Seit 1993 ist Ciclosporin zur Behandlung schwerer Schuppenflechte zugelassen. Vier Jahre später wurde der zuerst bei Organtransplantationen angewandte Wirkstoff als Mikroemulsion angeboten. Diese Zubereitung in Sandimmun® Optoral soll nach der Einnahme zuverlässig die gewünschte Menge verfügbar machen.Mit gleichem Inhalt brachte die Firma Novartis zum Ablauf des Patentschutzes am 1. Januar 2004 Immunosporin® auf den Markt. Neu sind lediglich andere Packungsgrößen sowie auf Dermatologie und Rheumatologie beschränkte Gebrauchsinformationen. Trotzdem sprach die Deutsche Haut-und Allergiehilfe von der „Weiterentwicklung Immunosporin®". Ihre Patienten-Broschüre erwähnt zudem nicht das Nachfolgepräparat Cicloral®. Es ist gleich gut wirksam („bioäquivalent"), aber 30 Prozent billiger.

 

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Kur-Visite

Solebad und Höhenluft

Gesättigte Natursole und alpines Klima sind die örtlichen Heilfaktoren, die das Salus Gesundheitszentrum in Bad Reichenhall mit moderner Lichttherapie und Medikamenten kombiniert.

 

Die meisten Patienten kommen über eine Akuteinweisung zu uns", berichtet der Chefarzt. Dazu genügt ein roter überweisungsschein von Haus- oder Facharzt. Ein kleiner Teil der Patienten hat den Aufenthalt aufgrund eines Rehabilitationsantrags genehmigt bekommen. „Patienten, die bei uns akut aufgenommen werden, haben in der Regel gerade einen schweren Schub, bei dem ihre Haut zu mehr als 60% betroffen ist. Wir können sie meist ein bis zwei Wochen hier behandeln und stellen zugleich einen Reha-Antrag. Meist wird dieser dann im Laufe von weiteren ein bis zwei Wochen genehmigt, so dass diese Patienten dann – eventuell nach kurzem Zwischenaufenthalt zu Hause – für weitere drei Wochen zu uns kommen dürfen." 

 

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Alternativmedizin

Ayurveda mehr als nur Wohlfühl-Hokuspokus?

Die traditionelle indische Medizin, hat mehr zu bieten als ein Wellnessprogramm. Gerade bei chronischen Krankheiten ermöglicht sie einen naturheilkundlichen Ansatz auf mehreren Ebenen: Pflanzliche Arzneimittel, Massagen, ausleitende Verfahren, Ernährungsumstellung, körperliche Aktivität, geistige Entspannung und Entwicklung (Psychosomatik). Besserung stellt sich langsam ein, hat aber – bei richtiger Anwendung – keine Nebenwirkungen. Nachteil: Wissenschaftliche Studien zu ayurvedischen Heilverfahren bei Psoriasis fehlen. Es gibt in Deutschland nur wenige gut ausgebildete Therapeuten, aber leider viel Quacksalberei unter diesem Namen.

 

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Heilmittel

In der Regel noch ausreichend

Ab 1.April 2004 gelten neue Richtlinien für die Verordnung von Massagen, Bädern oder Krankengymnastik. Es wurden Hürden eingebaut, die jedoch zu überwinden sind.

 

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Juckreiz

Ein oft vernachlässigtes Problem

Cartoon BoB Born

Was das Kratz-Verlangen erregt, gehört für Fachleute nicht zu den typischen Symptomen der Psoriasis. Umso mehr macht es den Betroffenen zu schaffen. Indes könnte ihnen vielfältig geholfen werden.

 

 

Kurz gefasst

Entzündete, trockene oder sonstwie geschädigte Haut reizt die dort endenden „Jucknerven". Wie stark das dadurch hervorgerufene Kratzbedürfnis ist, hängt aber auch von der seelischen Verfassung ab. Die richtige Hautpflege und Therapie der Psoriasis-Erscheinungen muss daher oft ergänzt werden durch psychologische Hilfen, insbesondere Entspannungsverfahren. Zudem sind andere Erkrankungen, Nahrungsmittel, Medikamente etc. als mögliche Auslöser zu beachten. Selten werden gezielt Juckreiz stillende Medikamente nötig.

 

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Chronisch krank

 

Chronisch krank


Wer mindestens einmal pro Quartal ärztliche Hilfe braucht, kann die finanzielle Belastung durch Zuzahlungen halbieren. Zusätzlich muss die Notwendigkeit einer regelmäßigen Behandlung bescheinigt oder eine Schwerbehinderung anerkannt werden.

 

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Wundermittel

Rosstäuscher-Forschung

Ein Apotheker behauptet, sein mit „Vitalstoffen" angereichertes Stutenmilch-Pulver könne Psoriasis „ für immer" besiegen. Die angebotene Teilnahme an einer „Studie" erweist sich als Verkaufstrick.

 

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Im Gespräch

Liegt´s an der Leber?

Meine seit etwa acht Jahren erkannte Multiple Sklerose habe ich mit den Ärzten gut im Griff und fühle mich wie ein gesunder Mensch. Vor zwei Jahren bekam ich aber Schuppenflechte, die sich mittlerweile fast auf den gesamten Kopf, große Teile der linken und rechten Hand, kleine Herde am Ellbogen sowie im Knie- und Fußbereich ausgebreitet hat. Betroffen sind auch Analgegend und Ohren. Nun habe ich kürzlich in einem Buch gelesen, dass daran die schlechten Leberwerte schuld seien. Wenn das stimmt, dürfte ich eigentlich alles, was mir am liebsten ist, nicht mehr essen und trinken.

Hermann F.

 

PSO aktuell: Eine Störung der Leberfunktion, die oft mit Fettablagerungen einhergeht, kann erfahrungsgemäß tatsächlich die Schuppenflechte verschlimmern. Das gilt ebenso für starken Alkoholkonsum und Übergewicht, die ihrerseits wesentlich zu den schlechten Leberwerten beitragen. Allgemein ist zu sagen, dass es bei Schuppenflechte zwar keine bestimmte Diät gibt. Günstig wirkt sich jedoch eine Ernährung aus, die statt tierischer Fette vorwiegend pflanzliche, besonders Raps-, Lein-, Soja- oder Walnussöl, viel Gemüse, wenig Fleisch und Wurst, dafür mehr Fisch enthält. Das wurde in PSO aktuell 1/2003, S. 22-23 noch einmal dargestellt. Die Wirksamkeit einer solchen „antientzündlichen Kost" (AIK) wies kürzlich eine Doppelblindstudie an der Universität München bei Patienten mit rheumatoider Arthritis erneut nach. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die ihre gewohnte Ernährung beibehielt, nahm die Anzahl schmerzhafter und geschwollener Gelenke allein durch AIK ab. Der Effekt wurde bei gleichzeitiger Einnahme von Fischölkapseln deutlich verstärkt, folgern Prof. Olaf Adam und Mitarbeiter in der Zeitschrift für Rheumatologie (62,I/69; 2003).

weitere "Fragen und Antworten" ab Seite 30 ...

 

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