PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft 1/04

 

Naturheilverfahren

Ayurveda mehr als nur Wohlfühl- Hokuspokus?

Welche Alternativen zur schulmedizinischen Behandlung von Psoriasis bieten andere Heilsysteme? In Heft 2/2003 (S. 14 – 18) beleuchteten wir die Möglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin. Ebenfalls um ein sehr altes Medizinsystem geht es im folgenden Beitrag. Ayurveda – wörtlich das „Wissen vom Leben“ – die traditionelle Heilkunde aus Indien.

 

Ayurveda bei SchuppenflechteDas Wort Ayurveda ist hierzulande allgegenwärtig, wenn es um „Wellness“ geht. Ayurveda- Massagen, -Öle, -Badezusätze, -Lotionen, -Tees – das Spektrum der Wohlfühlprodukte ist schier unüberschaubar. Auf allen möglichen Packungen und Plakaten lächeln verklärt indische Yogis unter grauer Haarmähne. Sie stehen für die Lehre vom glücklichen, erleuchteten Leben in Gesundheit und Weisheit. Bilder von entspannten Gesichtern unter einem golden fließenden Öl-Guss über die Stirn und sanft massierenden Händen wecken in uns ein tiefe Sehnsucht nach dieser Fluchtmöglichkeit aus dem Stress des Alltags – aber ist das wirklich alles, was diese alte Schule zu bieten hat?

 

„Nein“, meint Dr. Ellil Jeevan, Arzt für Ayurveda, Nürnberg (www.ayurvedacare.de). Er hat ein klassisches Vollstudium an der Ayurveda-Universität im südindischen Coimbatore absolviert und ärgert sich oft über dieses Klischee der traditionellen indischen Heilkunst, auf das Ayurveda im Westen häufig reduziert wird. Tatsächlich gilt das Heilsystem, das in seiner Heimat seit über 5000 Jahren gepflegt wird, als älteste vollständige Gesundheitslehre der Welt, die in Indien auch heute noch genauso ernst genommen wird, wie bei uns die moderne Schulmedizin.

 

AYURVEDISCHE ÄRZTE, die Vaidyas, werden im Heimatland ihrer Lehre größtenteils an staatlich anerkannten Universitäten ausgebildet und studieren fünf bis sechs Jahre lang. Trotzdem hat Ayurveda im westlich-wissenschaftlichen Sinne nicht aufgeholt. Das medizinische Knowhow basiert – wie die meisten anderen traditionellen Heilmethoden – vor allem auf konkreten Erfahrungen, Beobachtungen und der Intuition der Ausübenden. Doch inzwischen bemühen sich verschiedene Einrichtungen um Forschungsmethoden, die auch in der westlichen Welt anerkannt sind. So setzt sich etwa das Indische Ministerium für Familie und Gesundheit aktiv für klinische Studien ein und fördert die moderne pharmakologische Erforschung der alten Heilrezepturen. Aber auch westliche Pharmaunternehmen haben längst den alten indischen Erfahrungsschatz als interessante Quelle für ihre Suche nach neuen Wirkstoffen entdeckt. Ein Beispiel dafür sind etwa Arzneimittel auf Basis der Weihrauch-Pflanze Boswellia serrata. Säuren aus dem gummiartigen Harz dieser ayurvedischen Heilpflanze hemmen wirkungsvoll die Bildung von Entzündungsfaktoren und bremsen bei entzündlichen Erkrankungen wie Asthma, Rheuma oder Psoriasis die übersteigerte Aktivität der weißen Blutkörperchen.

 

Insgesamt ist die ayurvedische Medizin nicht weniger komplex als das medizinische Weltbild des Westens. Und nicht nur die Anhänger dieser Lehren geben zu, dass das grundlegende Verständnis von Krankheit und Gesundheit im indischen „Wissen vom Leben“ in mancher Hinsicht sogar um einiges tiefer reicht als schulmedizinische Vorstellungen. So hat – ähnlich wie in der alten chinesischen Heilkunde – im Ayurveda das Verhindern oder Vorbeugen von Krankheiten Vorrang vor „Reparaturmedizin“. Aufgabe des Arztes ist es, möglichst schon die ...

 

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