PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft Juni 2004

 

Fumarsäureester

Vom Außenseiter zum Mittel der ersten Wahl

Vor zehn Jahren wurde Fumaderm® als Fertigarzneimittel zugelassen. Damit setzte sich die seit 1959 bekannte Fumarat-Therapie zwar allmählich durch. Aber nach wie vor gibt es zu Risiken und Nebenwirkungen einige Fragen, die Ärzte ihren Patienten beantworten müssen.

 

FumarsäureesterDer neue Ratgeber war gleich dabei. Zum Auftakt berichtete PSO aktuell im Dezember 1991 unter anderem über drei offiziell für Schuppenflechte noch nicht verfügbare Medikamente: künstlich verändertes Vitamin D (Calcipotriol), das aus der Transplantationsmedizin übernommene Ciclosporin und Fumarsäure. Diese Fruchtsäure ist Bestandteil zahlreicher Pflanzen und ein verbreiteter Lebensmittelzusatz. Mit Gummibärchen oder Götterspeise verleibt man sich jedoch die zur innerlichen Therapie ungeeignete Reinsubstanz ein. Nur ihre zusammen mit Alkoholen gebildeten Ester werden genügend resorbiert, das heißt aus dem Darm aufgenommen, um im Organismus die zuerst von dem Chemiker und späteren Heilpraktiker Dr. Walter Schweckendiek an sich selbst festgestellte Wirkung auf Psoriasis zu entfalten.

 

ALS GLEICHFALLS BETROFFENER erprobte ab 1969 der praktische Arzt Dr. Günther Schäfer die unkonventionelle Behandlung. Er vereinfachte das bei ihrem Begründer immer komplizierter werdende Vorgehen und bemühte sich um ein einheitliches Anwendungsschema. Obwohl die spürbaren Erfolge mehr und mehr Psoriasis-Kranke überzeugten, wollten die für sie eigentlich zuständigen Fachleute lange nichts davon wissen. Sie sprachen den außerhalb der Dermatologie verordneten Rezepturen entweder jeden Nutzen ab oder warnten vor schlimmen Schäden. Zur schulmedizinischen Skepsis hat zweifellos beigetragen: Ohne die sonst üblichen Stadien der Forschung an Zellen, Tieren, gesunden Freiwilligen und einer ausgewählten Gruppe von Patienten bekamen Zehntausende unkontrolliert „Fumarsäure” – wobei unter diesem Namen allerlei Geheimtipps kursierten.

 

DIE URSPRüNGLICH IN APOTHEKEN zubereitete Arznei-Mischung wurde schließlich, etwas abgewandelt, von einer Pharmafirma hergestellt. Sie musste gewährleisten, dass die Wirkstoffe in konstanter Qualität und Menge vorliegen sowie gleichmäßig freigegeben werden, und zwar im Dünndarm, wo die Ester infolge ihrer Fettlöslichkeit durch die Membran der ...

 

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