Hier einige Höhepunkte des Heftes Nr. 3 - September 2004:
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Dermatologen und Sprecher aller betroffenen Hautkranken fordern: Der natürliche Feuchthaltefaktor gehört zu den Standardtherapien, deren Kosten die Kassen auch bei rezeptfreien Mitteln zu übernehmen haben.
Auf der Vorschlagliste nicht verschreibungspflichtiger, aber weiterhin erstattungsfähiger Medikamente standen unter anderem Zubereitungen mit mindestens fünf Prozent Harnstoff. Doch nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen müssen sie die Versicherten seit 1. April 2004 aus eigener Tasche zahlen. Begründet wurde dies mit ungenügenden Daten zu dieser Behandlung. Dem widerspricht eine neue Expertise der Forschergruppe um Prof. Matthias Augustin an der Universitäts-Hautklinik Hamburg. Sie hat 174 Literaturstellen ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass alle Kriterien für ein Ausnahmeregelung erfüllt sind.
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Die Gentechnik macht´s möglich. Lebende Zellen produzieren neuartige Wirkstoffe, die auch gezielt in den Krankheitsprozess bei Psoriasis eingreifen können. Welchen Patienten sie zugute kommen, ist buchstäblich eine Preisfrage.
Zwei der nicht nur örtlich wirkenden Präparate, die sich die Betroffenen selbst unter die Haut spritzen, sollen noch 2004 zur Therapie der Schuppenflechte zugelassen werden. Die Kosten überschreiten aber erheblich den als „Richtgröße“ vorgeschriebenen Durchschnittswert bei den Arzneimittel-Ausgaben. Niedergelassene Hautärzte müssen daher genau begründen, warum solche Medikamente notwendig sind. Dazu gehört der Nachweis, welche Therapien bereits mit ungenügendem Erfolg versucht wurden oder nicht angewandt werden können.
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Schwedische Forscher vermuten seit langem
einen Zusammenhang zwischen Psoriasis und Unverträglichkeit von
Klebereiweiß. Bei positivem Bluttest kann eine Diät der Haut gut tun.
EingeschÄtzt |
Wenn eine Gluten-Überempfindlichkeit als Einflussfaktor bei ausgeprägten und schwer zu behandelnden Hauterscheinungen in Betracht gezogen wird, kann die Suche nach diagnostischen Merkmalen sinnvoll sein. Sind sie vorhanden, empfiehlt sich, versuchsweise einige Wochen lang Brot, Cornflakes, Kuchen, Pizza, Nudeln etc. zu meiden. Eine mögliche Gliadin-Quelle ist überdies Bier, zu dessen Herstellung außer Gerste noch Roggen und Weizen verwendet wird. Einschlägige Informationen findet man z. B. unter www.dzg-online.de oder www.ernaehrung.de/tipps/zoeliakie. |
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Der patientenfreundliche Plan des Herstellers ließ sich nicht verwirklichen. Mit einmaliger Zuzahlung von 10 Euro sollte es bei Fumaderm® sogar 200 Stück geben. Stattdessen bekamen Langzeitanwender für diesen Betrag nur noch 70 Tabletten. Ab 1. Oktober 2004 wird wenigstens die frühere 100er Packung wieder eingeführt. Eine größere Menge, womit gerechnet worden war, erlaubt auch die neue Verordnung nicht. Immerhin reicht ein Rezept nun je nach Erhaltungsdosis fünf bis 15 Tage länger, und da jedesmal so oder so die maximale Eigenbeteiligung von 10 Euro anfällt, spart man doch einiges.
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Ohne die Umwelt-Belastungen der Chemie
werden neue Arzneimitteln mit Hilfe lebender Zellen hergestellt. Aber die für
menschliche Zwecke nutzbar gemachte Natur hat ihren Preis. Und viel billiger
geht es wahrscheinlich nicht.
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An den kleinen weißen Kügelchen
scheiden sich die Geister. Unter Patienten gilt die Homöopathie derzeit als
eine der beliebtesten Alternativtherapien. Viele schwören auf die
hochverdünnten Arzneimittel, die keine Wirkstoffe im eigentlichen Sinne
enthalten. Kritiker aus der konventionellen Medizin halten die Homöopathie
dagegen für höchst irrational und im besten Falle für eine modifizierte
Nicht-Therapie. Lohnt sich trotzdem ein Versuch auch bei einer chronischen
Hautkrankheit wie der Schuppenflechte?
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Die verordnete Behandlung mag noch so wirksam sein. Sie hilft wenig, wenn jemand von ihr nicht vorschriftsmäßig Gebrauch machen kann oder will. Darüber offen zu reden, beugt Enttäuschung und Geldverschwendung vor.
Die Fachleute nennen es Compliance. Das englische Wort umschreibt die Bereitschaft des Kranken, mit dem Arzt zusammenzuarbeiten. Dies darf man aber nicht einseitig deuten als Zuverlässigkeit beim Befolgen der medizinischen Anweisungen. Es gehören immer zwei dazu, die sich verständigen, was auf welche Weise zu erreichen ist.
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Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung hat einen schlechten Ruf. Wofür er da ist und wie man eine sachgerechte Begutachtung unterstützen kann, zeigt ein aktueller Situationsbericht.
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Berichte
über die seit Jahren angespannte politische Situation in Israel haben
vielen die Lust auf eine Reise in diese Region verdorben. Zudem wird
eine „Kur" im Ausland nicht mehr so leicht von den Kassen
bezahlt. PSO aktuell hat sich bei Ulrich Oppermann von O.K.-Reisen nach
der derzeitigen Situation vor Ort und nach den Chancen für
Hauptpatienten erkundigt, einen Aufenthalt am Toten Meer genehmigt zu
bekommen.
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PSO aktuell 2/2004
Mein Vater hat seit mehreren Jahren starke Schuppenflechte an den Ellenbogen. Dazu kommt in letzter Zeit verstärkt die Kopfhaut und der Rücken. Jegliche Art von Cremes oder Bädern nützen nichts. Nun höre ich immer, dass es von Vorteil ist, wenn solche Patienten in die Sonne gehen. Bei meinem Vater bewirkt sie aber genau das Umgekehrte. Doch die Hautärzte sind davon nicht leicht zu überzeugen. Wie ist dies zu verstehen?
Senta P.
PSO aktuell: Streng verboten ist UV-Bestrahlung bei Gendefekten mit gesteigerter Lichtempfindlichkeit oder erhöhtem Hautkrebsrisiko. Auch beim sehr hellen Hauttyp I, der immer Sonnenbrand bekommt und nie braun wird, meidet man Sonne besser, da die UV-Dosis kaum unter der Schwelle einer gerade erkennbaren Rötung gehalten werden kann, stärkere Entzündungsreaktionen aber unter Umständen Auslöser neuer Psoriasis-Herde sind. Selten soll Psoriasis wie einige andere Erkrankungen, z. B. Lupus erythematodes, grundsätzlich durch UV-Licht herausgefordert oder verschlimmert werden.
weitere "Fragen und Antworten" ab Seite 30 ...
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