PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft Juni 2013

 

UV-Therapie bei Psoriasis

Licht aus für bewährtes Verfahren?

Wenn Salben, Cremes und Lotionen nicht mehr reichen, kann eine Lichtbehandlung weiterhelfen. Die verschiedenen Formen der UV-Bestrahlung wirken allgemein – wie eingenommene oder gespritzte Medikamente – auf das Entzündungsgeschehen. Die unmittelbaren Erfolge sind mindestens gleich gut. Trotzdem wird diese Möglichkeit zunehmend verdrängt von neuen Arzneimitteln, die zwar wesentlich teurer, aber für Ärzte und Patienten bequemer sind.

 

UV-Therapie bei Psoriasis
© shock - fotolia.com

Seit Jahrhunderten wissen Hautkranke um die wohltuende Wirkung von Sonne, allein oder zusammen mit Salzwasser. Doch die Naturheilmittel sind nicht immer und überall verfügbar. Künstliches Licht in dem für das menschliche Auge nicht wahrnehmbaren Bereich nutzte als erster der dänische Arzt Niels Ryberg Finsen zur Behandlung von Hautkrankheiten. 1903 bekam er dafür den Medizin-Nobelpreis.

 

Die bei Psoriasis verwendeten Lampen deckten zunächst den ganzen UVB-Bereich ab. Später wurde das Breitband der Wellenlängen von 280 bis 320 Nanometer (nm) eingeengt auf eine Auswahl (lat. sectio) ab 300 nm. Die als selektive Ultraviolett-Phototherapie (SUP) bezeichnete Bestrahlung enthält aber immer noch zu viele die Haut reizende und therapeutisch unwirksame Anteile.

 

Mit dem Schmalspektrum um 311 nm lassen sich gezielt größere Mengen effektiver Strahlung verabreichen, ohne Verbrennungen befürchten zu müssen. Daher sind weniger Behandlungen erforderlich, die Gefahr von Spätfolgen verringert sich. Die S3- Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) empfiehlt dieses Verfahren als „Phototherapie der ersten Wahl“.

 

Das langwellige UVA-Licht (320 – 400 nm) kann allein bei Schuppenflechte wenig ausrichten. Schon die alten ägypter kannten aber in Pflanzen wie der großen Knorpelmöhre enthaltene Stoffe, nach deren Einnahme die Haut auf Sonnenlicht empfindlicher reagiert. Solche Psoralene, chemisch hergestellt, werden bei der 1975 so genannten PUVA-Therapie (Psoralen + UVA) vor der Bestrahlung mit Tabletten (oral), in Wasser gelöst als Voll-, Hand- oder Fußbad bzw. örtlich mit einer Creme verabreicht. Im Vergleich zur reinen UVB-Therapie, so fasst ...

 

Den vollständigen Artikel können Sie in diesem Heft lesen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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