PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft Juni 2014

 

Systemtherapie bei Psoriasis

20 Jahre Fumaderm®: Wie geht es weiter?

Seit der ersten Ausgabe im Dezember 1991 hat PSOaktuell die Fumarat-Behandlung begleitet. Es bleibt spannend, wie sich die Kombination verschiedener Fumarsäureester mit Dimethylfumarat als Hauptbestandteil in Zukunft positioniert: nicht nur gegenüber den Biologika mit hoher Wirksamkeit, sondern auch gegenüber anderen möglichen Wettbewerbern, die Präparate nur mit Dimethylfumarat bei Psoriasis in klinischen Studien testen.

 

20 Jahre Fumaderm
© martanfoto – fotolia.com

In einer Pressemeldung zum 20. Jubiläum der Markteinführung von Fumaderm® beschreibt der Hersteller Biogen Idec die Fumarsäureester als Meilenstein, der die systemische Psoriasistherapie verändert habe. Damals war das sicherlich der Fall: Biologika wurden erst in Forschungsstudien untersucht – der Einsatz in der Praxis lag in weiter Ferne. Doch haben die mit Hilfe lebender Zellen „konstruierten“ Wirkstoffe, die gezielt in fehlgeleitete Immunprozesse eingreifen, die Auswahl an systemischen Medikamenten für Psoriasis und Psoriasisarthritis erweitert.

 

Vor Anwendung der biotechnischen Neuerungen sollen gemäß Zulassungsstatus andere antientzündliche Medikamenten, etwa Fumaderm® oder Methotrexat, versucht werden. Auch die S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris legt diese Abfolge nahe, ohne damit zu bewerten, welche Wirkstoffe besser sind. Die meisten Biologika werden erst empfohlen, wenn andere Therapieformen keinen ausreichenden Therapieerfolg gezeigt haben, unverträglich oder kontraindiziert sind.“

 

Wo Wirkung ist, da sind auch Nebenwirkungen

Wie alle systemischen Therapieoptionen hat auch Fumaderm ein spezifisches Nebenwirkungsprofil. Im Juni 2013 veröffentlichte die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft einen Rote-Hand-Brief und ermahnte Ärzte, die Blutwerte im Auge zu behalten. Unter der Therapie mit Fumarsäureestern wird häufig eine Abnahme von Lymphozyten im Blut festgestellt. Bei etwa drei Prozent aller Patienten entwickelt sich eine schwere Lymphopenie (<500/μl). Je weniger solche Blutzellen mit wichtigen Aufgaben im Immunsystem ...

 

Den vollständigen Artikel können Sie in diesem Heft lesen:

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