PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft Juni 2015

 

Schuppenflechte Systemtherapie

Wie gefährlich ist Dimethylfumarat?

Wer seine Schuppenflechte mit Fumaderm® behandelt, wurde in den vergangenen Monaten stark verunsichert durch neue Meldungen über eine schwere unerwünschte Wirkung. Als Ursache gilt Dimethylfumarat (DMF), einer der Bestandteile des Psoriasis-Präparates. DMF ist der alleinige Wirkstoff in Tecfidera®, einem Mittel gegen Multiple Sklerose. Nutzen und Risiken werden kontrovers eingeschätzt.

 

Systemtherapie Schuppenflechte Fumaderm
© Alexander Raths – fotolia.com

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft wies darauf hin, dass in Deutschland inzwischen 11 Fälle der lebensgefährlichen Erkrankung PML bekannt sind – davon allein neun bei Fumaderm®-Patienten. Ein niederländisches Ärzteteam behauptete, die bisherigen Labor-Untersuchungen würden nicht ausreichen, um Patienten vor PML zu schützen. Kurz darauf veröffentlichte die Uni Bochum eine Untersuchung, der zufolge ihre Patienten auch nach 12 Jahren wirksam und sicher mit Fumaderm® behandelt werden. Die Zeitschrift test dagegen bezeichnete Fumaderm ® „als wenig geeignet“ zur Therapie der Psoriasis. Was heißt das für die Patienten?

 

In Heft 2/2013 hat PSOaktuell ausführlich über die bis dahin registrierten PML-Fälle berichtet. Lediglich drei davon, so betonte der Anbieter Biogen, seien gesichert mit Fumaderm® in Verbindung zu bringen. Demnach handle es sich, bezogen auf die 185.000 Patientenjahre, die man mit dieser Behandlung überblicke, um sehr seltene Ereignisse. Die Firma hob aber hervor, dass laut ihrer Fachinformation die Therapie bei schwerer Lymphopenie nicht weitergeführt werden dürfe. Davon spricht man, wenn das Blut weniger als 500 Lymphozyten pro Mikroliter (μl) enthält. Lymphozyten sind eine Unterart der Leukozyten (weißen Blutkörperchen).

 

Trotzdem schrieb damals das unabhängige arznei-telegramm (Heft 5/13) zu Fumaderm®: „Beim derzeitigen Kenntnisstand raten wir von der Einnahme ab.“ Gute Pillen– Schlechte Pillen 4/2013 bewertete Fumaderm ® als „riskant“, weil die Gefahr von lebensbedrohlichen Infektionen des Gehirns und Rückenmarks „unkalkulierbar” sei.

 

Ein Jahr später informierte PSOaktuell über den „Rote-Hand-Brief“ des Herstellers. Die Ärzte wurden darin eindringlich aufgefordert, regelmäßig ...

 

Den vollständigen Artikel können Sie in diesem Heft lesen:

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