PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft Juni 2015

 

Kassenärztliche Versorgung

Psoriasis keine Sonderregelung wert?

Um die ambulante Versorgung von Menschen mit Schuppenflechte zu verbessern, hatten die deutschen Dermatologen als Ziel im Nationalen Versorgungsplan von 2012 auch spezielle Psoriasis-Verträge mit Krankenkassen formuliert. PSO aktuell fragte nach, was aus diesem Plan geworden ist.

 

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Niedergelassene Hautärzte erhalten für die Behandlung ihrer gesetzlich versicherten Patienten einen definierten Betrag pro Quartal. Der variiert je nach der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die in 17 Regionen für die dortigen Praxen zuständig ist. Sie handelt lokal die Gesamtvergütung der Krankenkassen aus und verteilt sie nach einem bestimmten Honorar-Schlüssel unter den Mitgliedern des jeweiligen KV-Bezirks. So kommen, grob vereinfacht die Kassenärzte zu ihrem Geld.

 

Bei den Regelleistungen gilt eine Obergrenze, bis zu der ein fester Punktwert in Höhe von soundso viel Euro vergütet wird. Überschreitet eine Praxis dieses Regelleistungsvolumen (RLV), weil sie wesentlich mehr Patienten als der Durchschnitt ihrer Fachgruppe hat, bekommt sie für die Mehrleistungen nur einen Bruchteil. Das soll die Neigung dämpfen, über eine Ausweitung der Behandlungsmenge beliebig das Honorar aufzustocken.

 

Daneben gibt es aber vertragsärztliche Leistungen, die außerhalb des RLV vergütet werden. Dazu gehört zum Beispiel die Balneophototherapie bei Schuppenflechte ebenso wie das Hautkrebsscreening zum frühzeitigen Erkennen bösartiger Veränderungen. Für diese Maßnahmen mit einem höheren Aufwand an Zeit und Technik können Dermatologen extra einen bestimmten Betrag abrechnen.

 

Den Kassen zu teuer

Außer den Kollektivverträgen, die von der KV mit allen Krankenkassen für sämtliche niedergelassene Ärzte ihres Gebietes abgeschlossen werden, besteht auch die Möglichkeit von Selektivverträgen einzelner Krankenkassen mit einzelnen Leistungserbringern. Eine solche Regelung nach § 73c SGB (Sozialgesetzbuch) strebte der Berufsverband der deutschen Dermatologen (BVDD) und der Zusammenschluss der Psoriasis-Netze für stark ausgeprägte oder schwierig zu behandelnde Schuppenflechte an. Doch bisher sind die Verhandlungen in fünf regionalen Versorgungsgesprächen alle ...

 

Den vollständigen Artikel können Sie in diesem Heft lesen:

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