PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft März 2016

 

Hautpflege

Das Geschäft mit der Hautpflege unterm Deckmantel pH5

Der pH5 bekannter Körperpflege-Produkte soll die Haut schützen. Vertreter der alternativen Medizin empfehlen, die Haut mit basischen Seifenerzeugnissen zu entgiften. Eindeutige Nachweise fehlen für beide Theorien.

 

Hautpflege: Säureschutz oder Säureschaden?
© tashka2000 – fotolia.com

Die Säuren auf unserer äußeren Hülle, so verkündet die Kosmetikabranche, dienten dazu, Krankheiterreger und schädliche Umwelteinflüsse abzuwehren. Dadurch werde die Haut vor Infektionen, Reizungen, Allergien und Austrocknung bewahrt. Saure Waschemulsionen und Cremes hielten diesen Schutzmantel intakt, basische Seifenlaugen und pH-neutrale Produkte zerstörten ihn dagegen.

 

„Es stimmt, dass die Hautoberfläche der meisten Menschen einen pH-Wert von etwa 5,5 hat“, sagt Sonja Schmitz-Harwardt, Heilpraktikerin aus Velbert in Nordrhein-Westfalen: „Deshalb ist das aber noch lange nicht normal.“ Das Milieu auf der Hautoberfläche sei im vergangenen Jahrhundert aufgrund der veränderten Lebensweise in den Industriestaaten „versauert“. Durch den angestiegenen Konsum von Fleisch, Weißmehl und Zucker, durch Stress und Umweltgifte würden große Mengen an Säuren entstehen, derer sich der Körper über die Haut zu entledigen versucht (vgl. PSO aktuell 4/2015).

 

Neben Nieren, Lunge und Darm gehört die Haut zu den Ausscheidungsorganen. Über unzählige Poren werden mit Schweiß und Talg für den Körper unbrauchbare Substanzen an die Oberfläche befördert und dort durch die Körperpflege abgewaschen oder durch Mikroorganismen zersetzt. Bakterien und Pilze bilden die Hautflora, auch Mikroflora oder Standortflora genannt. Unter normalen Umständen üben die Keime für uns lebenswichtige Funktionen aus. Zu ihren Stoffwechselprodukten gehören Milch- und Harnsäure.

 

Bereits 1892 stellte ein Forscher namens Ernst Heuss fest, dass die Haut mit einer hohen Zahl an Wasserstoffionen bedeckt ist, also ein saures Milieu aufweist. 1928 prägten die Ärzte Alfred Marchionini und Heinrich Schade den Begriff „Säuremantel“, durch den ...

 

Den vollständigen Artikel können Sie in diesem Heft lesen:

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