PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft September 2016

 

Arzneimittel

Freiwillige Transparenz: Was weiter undurchsichtig ist

Die Pharmaindustrie legt ihre Zuwendungen an Personen und Institutionen offen. Doch ohne gesetzlichen Zwang wie in den USA können Ärzte als willige Marketing-Helfer ungenannt bleiben.

 

Arzneimittel: Was weiter undurchsichtig ist
© Andrey Popov – fotolia.com

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA) in Berlin gab Ende Juni 2016 erstmals Einblick, was der Branche die Verbindungen zu Ärzten und medizinischen Einrichtungen wert sind. Demnach wurde 2015 insgesamt mehr als eine halbe Milliarde Euro gezahlt. 90 Millionen entfielen auf Sponsoring von Veranstaltungen, Spenden und Stiftungen. Für Vortragshonorare und Fortbildungen wurden 119 Millionen aufgewendet; klinische Studien und „Anwendungsbeobachtungen“ schlugen mit 366 Millionen zu Buch.

 

Diese Zahlen werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Sie beruhen auf den Angaben von 54 Pharmafirmen, die sich dazu im Rahmen der Freiwilligen Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) verpflichtet haben. Sie sollen laut VfA etwa 75 Prozent des Marktes für verschreibungspflichtige Medikamente abdecken. Der „Transparenzkodex“ sorge nun für Durchsichtigkeit in den Beziehungen zwischen Pharmaindustrie und Ärzten sowie anderen Gesundheitsberufen, meinte Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands. Das sei ein entscheidender Beitrag, „um Vertrauen zu schaffen“.

 

Die ehemalige SPD-Politikerin galt bis zu ihrem Wechsel (2011) von der Barmer GEK zum VfA als Pharmakritikerin. Sie hat nur den Nachnamen gemeinsam mit Dr. Christiane Fischer, Geschäftsführerin des Vereins MEZIS e.V. („Mein Essen zahl ich selbst“). Er wurde 2007 gegründet als „Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte“. Anfangs elf, inzwischen gut 800 Mitglieder wehren sich gegen die „Umarmungsstrategie“ der Arzneimittelindustrie – ein bescheidener Anfang bei derzeit etwa 370 000 berufstätigen Medizinern in Deutschland.

 

Die FSA-Bereitschaft, sich in die Karten schauen zu lassen, hält Christiane Fischer für Augenwischerei. Es bleibe im Ermessen der Unternehmen, ob sie vollständig und richtig offenlegen, wofür und wie viel sie an ihre Kooperationspartner bezahlen. Die Empfänger werden obendrein nur ...

 

Den vollständigen Artikel können Sie in diesem Heft lesen:

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