PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell März 2014

 

 

Fumaderm® auch nach Krebs?

Ich war jahrelang erscheinungsfrei von Schuppenflechte, aufgrund der Einnahme von Fumaderm ®. Leider hatte ich eine Krebserkrankung (inkl. Chemo- und Strahlentherapie). Spricht etwas gegen die erneute Behandlung mit diesem Mittel? Von den Ärzten bekomme ich unterschiedliche Antworten und bin dadurch sehr verunsichert. Meine Haut wird immer schlimmer, auch an Stellen, die bisher stets frei geblieben sind. Es wäre eine enorme Erleichterung für mich, wieder Fumaderm® einnehmen zu können. Bei allen anderen Tabletten, wie bspw. MTX, sind sich die Ärzte einig, dass ich die nicht nehmen darf.

 

 

PSO aktuell: Bei den Studien zur Zulassung von Fumaderm®, so teilte die Firma Biogen Idec auf unsere Anfrage mit, galten Krebserkrankungen in der Vorgeschichte als Ausschlusskriterium. Daher fehlten Untersuchungsdaten von Psoriasis-Patienten, die gleichzeitig an bösartigen Tumoren litten oder deswegen kurz vorher behandelt worden waren. Zwar sei „im Gegensatz zu den klassischen Immunsuppressiva kein erhöhtes Risiko maligner Erkrankungen unter der Therapie mit Fumaderm® bekannt“, und es gebe sogar Hinweise, dass es in Fällen von schwarzem Hautkrebs eher das Wachstum und die Ausbreitung der Melanom-Zellen hemmt. Da aber Fumarsäureester das bei Schuppenflechte überaktive Immunsystem zügelten, könnten dadurch theoretisch auch „entartete“ Tumorzellen nicht mehr in Schach gehalten werden.

 

Dennoch stellten maligne Erkrankungen keine absolute Kontraindikation für die Fumaderm®-Therapie dar. Dabei sollten jedoch die Abwehrfunktionen regelmäßig überwacht werden, um bei einem Absinken der Leukozyten unter 3000/μl oder der Lymphozyten unter 500/μl das Medikament abzusetzen.

 

 

Anzeigen

 

 

 

© PSO aktuell 2017 Sitemap | RSS-Feed | Datenschutz | Impressum | Kontakt