PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell Juni 2000

 

 

Muss ich die Psoriasis bei der Bewerbung angeben?

Ich arbeite als Diplomingenieur hauptsächlich an einem Computerarbeitsplatz ohne Kontakt zu Kunden. Nun bewerbe ich mich bei einer anderen Firma. In dem mir zugesandten Personalbogen wird gefragt: „Leiden Sie an Krankheiten oder Krankheitsfolgen, die sich auf die beabsichtigte Tätigkeit auswirken können?“ Da ich seit meinem 12. Lebensjahr Schuppenflechte habe und seit zwei Jahren auch die Gelenke beteiligt sind, müsste ich eigentlich von den beiden Antwortmöglichkeiten Ja ankreuzen. Denn es heißt „könnte“, was für den Fall, dass die Gelenkentzündung schlimmer wird, zutreffen würde. Bis jetzt hatte ich aber außer den Kuraufenthalten keine Beeinträchtigung meines Berufes.

Ralf M.

 

 

PSO aktuell: Wird die allgemein formulierte Frage ebenso allgemein bejaht, riskiert man, deswegen bei der Bewerbung nicht berücksichtigt zu werden. Das scheint aber eine ungerechte Benachteiligung zu sein. Die bloße Möglichkeit, dass Psoriasis arthritis irgendwann einmal eine Arbeit am Computer erschweren könnte, disqualifiziert den Betroffenen keineswegs. Selbst Fachleute vermögen nicht vorherzusagen, ob die Gelenkerkrankung ausnahmsweise derart aggressiv verlaufen wird. Wenn ein medizinischer Laie den statistisch höchst unwahrscheinlichen schlimmsten Fall nicht in Betracht zieht, kann ihm dies kaum als unlautere Beschönigung vorgehalten werden. Dies umso mehr, als später die Schuppenflechte in der Regel auch keinen ausreichenden Kündigungsgrund liefert. Dazu müsste jemand nämlich wegen dieser Krankheit für insgesamt mehr als 60 Arbeitstage pro Jahr im Betrieb fehlen, langfristig arbeitsunfähig sein oder dauerhaft seine Vertragspflichten nicht erfüllen können.

 

 

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