PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell März 2014

 

 

Russische Salbe Kartalin bei Schuppenflechte:
Was ist dran?

In Internet-Foren lese ich seit einiger Zeit allerlei über Kartalin. Die Salbe wird als vorbeugender Schutz bei Hautkrankheiten angeboten und soll auch zu lang anhaltender Rückbildung der Psoriasis-Erscheinungen führen. Eine Freundin hat sich über Amazon von Lobyval 100 ml zu 33,99 € schicken lassen und glaubt, bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Wirkung zu sehen. Mir ist aber schon der Geruch dieses Mittels unangenehm. Es soll aus Russland stammen. Kann man das bedenkenlos probieren?

 

 

PSO aktuell: Gibt man www.psoriasis-kartalin.de ein, ist zu erfahren, dass Valentina Lobyrin in Gießen unter ihrem Namen eine Firma betreibt, die russische Waren auf dem deutschen Markt anbietet. Dazu gehört unter anderem die „kosmetische Kartalin- Creme“, die „gute Heileffekte gegen Neurodermitis und Schuppenflechte“ aufweise. Das von Astrofarma in Tomsk (Russland) hergestellte Mittel habe dort und in der Ukraine alle vorgeschriebenen Tests absolviert. Laut Zertifikat vom März 2011 des Nationalen Instituts für Bevölkerungsgesundheit (Public Health) in Prag erfüllt es die Sicherheitsvorschriften der tschechischen Republik wie der EU.

 

Kartalin soll eine äußere Schutzschicht bilden durch „Solid Oil“. Dieser Begriff umschreibt Produkte, deren Grundlage chemische Verbindungen mit vielen gleichen Molekül- Einheiten sind, so genannten Polymere. Solche Kunststoffe haben winzige Poren, die mit Schmieröl gesättigt sind, weil bei deren geringem Durchmesser die Oberflächenspannung ausreicht, um es darin zu halten. So lässt sich zum Beispiel bei Metall-Lagern die Reibung vermindern. Diese technische Schmierung kombiniert die Creme mit pflanzlichen Bestandteilen wie Ringelblume, Kamille, Eukalyptus- und Lavendelöl. Hinzu kommen Vitamin A, Enzyme, Bienenhonig und Salizylsäure. In welcher Menge diese Stoffe enthalten sind, braucht bei Kosmetika nicht angegeben zu werden, und es gibt für sie auch kein Zulassungsverfahren wie bei Arzneimitteln. Es muss lediglich eine verantwortliche Person oder Firma die Einhaltung der EU-Kosmetikverordnung gewährleisten.

 

Die versprochenen „Heileffekte“ mit einer „starken, lang andauernden“ Rückbildung der Psoriasis-Erscheinungen lassen sich nach den vorliegenden Informationen nicht nachprüfen. Möglich seien, heißt es in der Produktbeschreibung, eine „Erstverschlimmerung“ der Symptome sowie Unverträglichkeitsreaktionen gegen einzelne Komponenten der Creme.

 

 

 

Anzeigen

Gratisausgabe PSOaktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte

 

 

 

© PSO aktuell 2017 Sitemap | RSS-Feed | Datenschutz | Impressum | Kontakt