PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell Dezember 2002

 

 

Soll ich Eigenurin bei Psoriasis trinken?

Vor ein paar Tagen habe ich ein Bericht über Leute gesehen, die Neurodemitis und Heuschnupfen haben und das ziemlich extrem. Ein Arzt hat ihnen gesagt, dass sie ihren eigenen Urin trinken sollen, da der Harnstoff wohl irgendetwas bewirken soll, was Allergien und Hautkrankheiten verschwinden lässt. Und dies hat auch funktioniert. Danach hatte keiner mehr von den beiden je wieder was mit Allergien zu tun. Und die Neurodermitis war verschwunden. Ich habe auch starken Heuschnupfen und Schuppenflechte. Wäre es denn auch bei mir zu empfehlen?

Lena H.

 

 

PSO aktuell: Harnstoff ist ein natürlicher Feuchthaltefaktor, der sich bei der infolge vermehrter Wasserdurchlässigkeit zu trockenen Haut von Psoriasis-Patienten allein und ergänzend zu anderen Salben/Cremes als Pflegebehandlung seit langem bewährt hat. In den entsprechenden Präparaten sind im Allgemeinen 5 bis 10 Prozent Harnstoff enthalten – viel mehr als im Urin, der deshalb bei äußerlicher Anwendung keine besondere Wirkung erwarten lässt. Wird der eigene Urin getrunken, so lässt sich dies als „unspezifische Reiztherapie“ ansehen. Wenn man die von den Nieren ausgeschiedenen Stoffe, die ja der Körper eigentlich loswerden will, wieder zuführt, regt dies die Abwehrregulation an. Dadurch könnte das bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen und Neurodermitis gegen bestimmte Stoffe überempfindliche Immunsystem „umgestimmt“ werden. Auf die Schuppenflechte hat dies keine unmittelbare Wirkung. Wenn sich aber die Allergie bessert, fällt einer von vielen möglichen Auslösern für neue Erscheinungen bei erblicher Krankheitsbereitschaft weg.

 

 

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