PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell Dezember 2008

 

 

Warum zahlen die Kassen immer weniger für Salben?

Ich bin 28 Jahre alt und habe einen fast vierjährigen Sohn, der schon seit jüngster Kindheit mit der Schuppenflechte zu kämpfen hat. Bereits am dritten Lebenstag hatte er sehr trockene Haut. Dank einer guten Hautärztin wurde dann im dritten Lebensmonat Psoriasis vulgaris diagnostiziert und mit der Hautpflege begonnen. Mit eineinhalb Jahren hatte er die erste Kur. Er kommt gut zurecht. Im Sommer zeigt sich die Schuppenflechte nicht so stark, aber gerade wenn er krank ist oder im Winter, kommt sie oft in starken Schüben (Füße, Ellenbogen, Gesicht, Hände). Im Kindergarten gehen die Erzieher und auch die anderen Kinder gut damit um. Er wird dort täglich gesalbt, zum Mittagsschlaf (eine Art Ritual).

Was ich schlimm finde, ist, dass die Krankenkassen fast keine Salben bezahlen. Früher haben wir angerührte Salben bekommen (für Sommer und Winter), aber jetzt zahlt die Kasse nur noch Advantan® maximal dreimal im Jahr und den Rest muss man selbst kaufen. Ein Dreijähriger verdient aber noch kein Geld. Kuren werden dagegen alle zwei Jahre genehmigt, obwohl sie für ein kleines Kind mehr Stress als Erholung bedeuten.

Adriane F.

 

 

PSO aktuell: Leider zahlen die Kassen immer weniger. Hautpflegemittel sind ohnehin seit einiger Zeit aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Man hat den Eindruck, dass gerade in diesem Jahr die Kassen besonders sparen. Das liegt am Gesundheitsfonds, der 2009 eingeführt werden soll. Wenn die Kassen dann nämlich nicht mit dem Geld, das ihnen aus dem Gesundheitsfond zugeteilt wird, auskommen, dürfen sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben. Natürlich will keine Krankenkasse die erste sein, die einen solchen Obolus verlangt.

 

Was aber klar ist: Eine Rehabilitationsmaßnahme, auch wenn sie nur alle zwei Jahre stattfindet, ist wesentlich teurer als die regelmäßige Anwendung von Salben und anderen Mitteln. Vielleicht sollten Sie oder noch besser der Hautarzt Ihres Sohnes dokumentieren, dass Sie die Schuppenflechte mit einer konsequenten Salbenbehandlung gut in den Griff bekommen, sodass die Krankenkasse Geld spart, weil Ihr Sohn dann ja keine Reha braucht.

 

Anzeigen

 

 

 

© PSO aktuell 2017 Sitemap | RSS-Feed | Datenschutz | Impressum | Kontakt