PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell September 2001

 

 

Welche Therapie ist bei Hand- und Fußbefall mit Psoriasis zu empfehlen?

Während der Schwangerschaft habe ich Schuppenflechte bekommen, die sich auf die Fußsohlen und Handinnenflächen begrenzt. Die Diagnose wurde lange nicht gestellt. Mein Leidensdruck ist sehr groß, teilweise kann ich kaum auftreten. Der Hautarzt, bei dem ich war, scheint sich mit dieser Form nicht auszukennen. Im Internet fand ich auch nur Informationen zur herkömmlichen Psoriasis. Welche Therapie ist zu empfehlen? Momentan stille ich aber noch und möchte keine schädigenden Medikamente nehmen.

Ute D.

 

 

PSO aktuell: An den beschriebenen Stellen kommt die Psoriasis palmaris et plantaris in zwei Erscheinungsformen vor: Entweder bilden sich auf den scharf begrenzten und geröteten Herden weiße bis gelbliche Pusteln und klare (so genannte dyshidrotische) Bläschen. Oder es kommt bei der trocken-hyperkeratotischen Psoriasis vor allem an den seitlichen Hand- und Fußpartien zu massiven Schuppenauflagerungen, die bei mechanischer Belastung schmerzhaft einreißen. Die Behandlung ist in beiden Fällen schwierig. Vorgeschlagen werden Salicylsäure und Kortison unter abdeckendem Verband, dann Hand- und Fußbäder mit Zusatz von 8-Methoxypsoralen (8-MOP) zur Steigerung der Lichtempfindlichkeit für die nachfolgende UVA-Bestrahlung. 8-MOP kann auch mit einer Creme (Unguentum Cordes) verabreicht werden. Als Konzentration empfehlen Dermatologen der Univer-sitätsklinik Frankfurt jetzt 0,001 Prozent. Die Bestrahlung müsse innerhalb von 30 Minuten nach dem Entfernen der Creme stattfinden (Br. J. Dermatol. 144, 991- 995; 2001). Da bei dieser lokalen PUVA der Lichtsensibilisator nicht über das Blut in die Muttermilch gelangt, dürfte es hier während des Stillens keine Einwände geben, im Gegensatz zur innerlichen Behandlung, z. B. mit Neotigason® oder Fumaderm®, die in hartnäckigen Fällen erwogen wird.

Die Interferenzstrom-Therapie mit Elektroden im Wasserbad scheint durchaus wirksam zu sein, wurde aber bisher nur an einer kleinen Zahl von Patienten klinisch geprüft, überwiegend bei nicht pustulösen Formen. Eine gründliche Bewertung wäre wünschenswert. In Einzelfällen waren die Erfolge so überzeugend, dass die Betroffenen sich das Gerät der Firma Nemectron für über 4000,- DM gekauft haben.

 

 

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