PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell März 2004

 

 

Liegt´s an der Leber?

Meine seit etwa acht Jahren erkannte Multiple Sklerose habe ich mit den Ärzten gut im Griff und fühle mich wie ein gesunder Mensch. Vor zwei Jahren bekam ich aber Schuppenflechte, die sich mittlerweile fast auf den gesamten Kopf, große Teile der linken und rechten Hand, kleine Herde am Ellbogen sowie im Knie- und Fußbereich ausgebreitet hat. Betroffen sind auch Analgegend und Ohren. Nun habe ich kürzlich in einem Buch gelesen, dass daran die schlechten Leberwerte schuld seien. Wenn das stimmt, dürfte ich eigentlich alles, was mir am liebsten ist, nicht mehr essen und trinken.

Hermann F.

 

 

PSO aktuell: Eine Störung der Leberfunktion, die oft mit Fettablagerungen einhergeht, kann erfahrungsgemäß tatsächlich die Schuppenflechte verschlimmern. Das gilt ebenso für starken Alkoholkonsum und Übergewicht, die ihrerseits wesentlich zu den schlechten Leberwerten beitragen. Allgemein ist zu sagen, dass es bei Schuppenflechte zwar keine bestimmte Diät gibt. Günstig wirkt sich jedoch eine Ernährung aus, die statt tierischer Fette vorwiegend pflanzliche, besonders Raps-, Lein-, Soja- oder Walnussöl, viel Gemüse, wenig Fleisch und Wurst, dafür mehr Fisch enthält. Das wurde in PSO aktuell 1/2003, S. 22-23 noch einmal dargestellt. Die Wirksamkeit einer solchen "antientzündlichen Kost" (AIK) wies kürzlich eine Doppelblindstudie an der Universität München bei Patienten mit rheumatoider Arthritis erneut nach. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die ihre gewohnte Ernährung beibehielt, nahm die Anzahl schmerzhafter und geschwollener Gelenke allein durch AIK ab. Der Effekt wurde bei gleichzeitiger Einnahme von Fischölkapseln deutlich verstärkt, folgern Prof. Olaf Adam und Mitarbeiter in der Zeitschrift für Rheumatologie (62,I/69; 2003).

 

 

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