Schwangerschaft
Wegen Psoriasis muss keine Frau auf Kinder verzichten. Wie sich die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft auswirkt, ist nicht vorherzusehen. Häufiger wird der Zustand gebessert als verschlechtert. Das kann allerdings auch bei der selben Person von Mal zu Mal verschieden sein, je nach Alter, psychischer Verfassung, sozialen Umständen oder was sonst noch den Krankheitsverlauf beeinflusst. Die Schuppenflechte selbst gefährdet die Entwicklung des Kindes nicht, doch ihre Behandlung muss darauf Rücksicht nehmen.
- Strikt verboten: innerlich Acitretin, MTX.
- Wenig ratsam: PUVA, Ciclosporin, Teer. Während der Stillzeit wirkstoffhaltige Salben und Cremes im Bereich der Brustwarze.
- Noch nicht empfehlenswert: Fumarate, äußerlich Abwandlungen von Vitamin D und A. Die klinischen Erfahrungen sind unzureichend, obwohl keine Anhaltspunkte für keimschädigende Wirkung vorliegen.
- Bedingt anwendbar: Kortisonsalben, innerlich Sulfasalazin, kortisonfreie Antirheumatika. Diese können wie Salicylsäure bei großflächiger Anwendung auf der Haut im letzten Drittel der Schwangerschaft eine Frühgeburt begünstigen. Das gilt auch für Zubereitungen mit Dithranol (z. B. Psoralon® MT).
- Unbedenklich: Mahonia-Salbe, UV Bestrahlung einschließlich Sole-Fototherapie, Gesicht jedoch möglichst aussparen, da Pigmentflecke verstärkt werden können.