PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

 

Lichttherapie der Schuppenflechte

 

Fototherapie

Die heilsame Wirkung von Sonne haben Hautkranke seit jeher am eigenen Leib erfahren. Sie beruht auf der Strahlung im unsichtbaren Ultraviolettbereich (UV). Seitdem der Däne Nils Ryberg Finsen vor gut hundert Jahren begonnen hat, mit künstlich erzeugtem Licht zu behandeln, wurde der therapeutisch geeignete Anteil des Spektrums immer besser erforscht und technisch nachgeahmt.

Häufig umfasst die Bestrahlung fast die ganze Bandbreite von UVB, die heute mit 280 bis 320 nm (= Nanometer, der millionste Teil eines Millimeters) angegeben wird. Zum Teil ist auch noch ein UVA-Anteil (bis 335 nm) dabei. Die Abkürzung SUP bezieht sich auf die frühere Schreibweise von „Foto...“ und steht für Selektive Ultraviolett-Phototherapie. Hier nutzt man nur eine Auswahl (latein. selectio) der UVB-Strahlen von 300 bis 320 nm. Die Speziallampe TL-01 engt das Spektrum auf die Wellenlänge bei 311 nm ein.

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Sole-(Balneo) Fototherapie

Die guten Erfahrungen von Psoriatikern am Toten Meer bewogen Dr. Markward Ständer 1976, die Starksole (27 %) in Bad Bentheim zusammen mit ganzjährig „maßgeschneiderter“ UVB-Bestrahlung einzusetzen. 1982 eröffnete in Bad Salzschlirf die Tomesa-Fachklinik. Deren Markenzeichen verweist auf das Tote-Meer-Salz, das auch die im Original vorkommenden Mineralstoffe und Spurenelemente nachstellen soll, weil sie als wesentliche Voraussetzung der gesteigerten Kombi-Wirkung angesehen werden.

Ein Bad (latein. balneum) in salzhaltigem Wasser und anschließende oder gleichzeitige (synchrone) Lichtbehandlung gehört nun zum Standardangebot in vielen Fachkliniken und Kurorten sowie verstärkt in ambulanten Einrichtungen. Die Badeflüssigkeit wird entweder aus natürlichen Quellen geschöpft oder künstlich zubereitet. Dazu verwenden die einen nur Kochsalz, die anderen eine Mischung verschiedener Mineralien. Diese kann z. B. aus dem Toten Meer gewonnen oder seiner Zusammensetzung entsprechend chemisch hergestellt sein.

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Fotochemotherapie (PUVA)

Lange bekannt war, dass in Pflanzen vorkommende Stoffe die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern. Solche Psoralene richten erst zusammen mit der sonst für die Psoriasis-Behandlung ungeeigneten UVA-Strahlung etwas aus. Darauf bezieht sich die Abkürzung PUVA (P+UVA).

Entscheidend ist dabei, wie viel Psoralen unter dem Einfluss von UVLicht der Wellenlänge um 360 nm am Ort des Krankheitsgeschehens befähigt wird, auf die Zellen einzuwirken. Nur die für diese „Fotosensibilisierung“ verfügbare Menge kann das überstürzte Wachstum der Oberhaut, den Entzündungsvorgang und das „entgleiste“ Immunsystem dämpfen.

Erste Erfolge bei Hautkranken wurden 1972 in Deutschland, zwei Jahre später aus den USA berichtet. Die am meisten benutzte chemische Verbindung ist 8-Methoxypsoralen (8-MOP), international als Ammoidin bezeichnet und unter dem Firmennamen Meladinine ® vertrieben.

 

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