Interferenzstrom
Bevor darüber in einer dermatologischen Fachzeitschrift berichtet wurde, hat PSO aktuell (März 1996) auf die Elektrotherapie mit Interferenzstrom (IFS) hingewiesen: Zwei Wechselströme werden in einem Behandlungsgerät so überlagert, dass ihre Frequenz um 100 Hertz (Hz) gegeneinander verschoben ist. Von dieser Modulation (lat. Abwandlung) der Schwingungshäufigkeit hängt offenbar die Wirkung bei Hautkrankheiten ab.
- Zunächst wurde das Verfahren stationär in einigen Fällen an symmetrischen Herden erprobt. Dabei bildete sich die zwischen zwei auf der Haut angebrachten Elektroden „durchströmte“ Stelle deutlich stärker zurück als die unbehandelte Seite. Später testete man die ambulante Anwendung dreimal wöchentlich. Schließlich bewährte sich tägliche Heimbehandlung, wofür die Patienten ein Leihgerät bekommen.
- Sehr gute Ergebnisse brachte eine Studie, bei der auf diese Weise pustulöse und andere Erscheinungen an den Handtellern mit Gummielektroden im Wasserbad behandelt wurden. Als erwünschte Nebenwirkung kann ein Nagelbefall abheilen.
- Seit Januar 1999 wird die IFS-Therapie an der Hautklinik Mannheim mit Vitamin-D-Salbe (Daivonex®) verglichen bei Befall beider Arme von mehr als 10 %. Außerdem prüft man Überzieher aus leitfähigem Material bei ähnlich ausgedehnten Veränderungen am Rumpf.
- Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt. Die Patienten spüren nichts als ein schwaches Kribbeln. Ohne sonstige Maßnahmen dauert es etwa zwei bis drei Monate, bis die Erscheinungen verschwunden sind. Erfolge werden auch bei Kopfhaut-Psoriasis gesehen.