PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft Juni 2001

 

Psoriasis im Kindesalter

Besonderheiten der Diagnose und Therapie

Schuppenflechte ist in jungen Jahren keine typische Hauterkrankung. Sie wird daher oft nicht gleich erkannt. Und die Patienten können nicht einfach wie kleine Erwachsene behandelt weden.

 

Immer wieder wenden sich verzweifelte Eltern an unsere Redaktion oder Selbsthilfegruppen. Sie haben für die Tochter/ den Sohn eine möglichst unbeschwerte Kindheit gewünscht. Konflikte mit sich und den Mitmenschen sollten das Erwachsenwerden nicht mehr als ohnehin üblich belasten. Dies scheint eine chronische Hautkrankheit in Frage zu stellen. Erfordert sie doch nicht nur ständige Pflege und Aufmerksamkeit gegenüber der lebenslang bestehenden Anfälligkeit. In einer durch äußerlichkeiten geprägten Umwelt leidet auch das Selbstwertgefühl unter dem sichtbaren Makel. Und die befürchtete oder tatsächlich erfahrene Ablehnung durch andere kann von der Teilhabe am normalen Alltag ausschließen.

 

Vererbung und Häufigkeit

Zumal selbst betroffene Eltern fühlen sich oft schuldig. Dass sie dem Kind das eigene Schicksal nicht erspart haben, wird für die Mutter/den Vater umso leichter zum Vorwurf, je mehr mutmaßliche übeltäter die Genforschung verdächtigt. Wer bisher nicht auffällig geworden ist, kann freilich trotzdem die Anlage weitergeben. Umgekehrt müssen, sogar wenn beide Elternteile schon Schuppenflechte haben, die Nachkommen keineswegs immer und im gleichen Ausmaß erkranken. Es kursieren sehr unterschiedliche Zahlen, wie hoch das Risiko ist. Sie beruhen alle bloß auf Schätzungen und zeigen eine Wahrscheinlichkeit an, die im Einzelfall keine Vorhersage erlaubt.

Ebenso fehlen zuverlässige Daten zur Verbreitung in den einzelnen Altersgruppen. Fest steht jedoch, dass Psoriasis bei Kindern statistisch selten und gewiss keine typische Erscheinung wie etwa Neurodermitis ist. Macht sie sich bereits früh bemerkbar, geschieht das eher nach dem 10. Lebensjahr. Die Häufigkeit steigt besonders während der Pubertät an. Mädchen sind öfter als Jungen betroffen. Kinderärzte, die gewöhnlich zuerst aufgesucht werden, denken nicht ohne weiteres daran. Man sollte sie deshalb auf diese Möglichkeit hinweisen, sofern die Krankheit in der Familie bekannt ist. Obwohl nicht jede trockene oder leicht gereizte Stelle gleich ...

 

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