Hier einige Höhepunkte des Heftes Nr. 4 - Dezember 2001:
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Bei einer kontrollierten Vergleichsstudie in Frankreich war das UVB-Schmalspektrum allein genauso wirksam wie zusammen mit Salzwasser-Bädern.
In Deutschland laufen mehrere Vorhaben, die den vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen geforderten Wirksamkeitsnachweis für die Bade-Lichtbehandlung erbringen sollen (vgl. PSO aktuell 3/2001). Französische Hautärzte haben bereits Ergebnisse veröffentlicht. Sie zeigen nicht den von vielen erwarteten Nutzen der Kombination (Arch. Dermatol. 137, 1035-39; 2001).
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Ein nach Organverpflanzungen eingesetzter Wirkstoff hemmt auch örtlich die körpereigene Abwehr. Aber für chronische Hautkrankheiten ist er kein Allheilmittel.
ZU BEACHTEN |
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An Körperstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, bilden sich im Lauf der Jahre immer mehr gerötete Herde mit Hornauflagerungen. Diese aktinischen (strahlenbedingten) Keratosen können unbehandelt in Stachelzellenkrebs übergehen. Daher werden sie chirurgisch, durch Vereisung oder Laser entfernt. Die bisherige Therapie ist jedoch schmerzhaft und hinterlässt Wunden. Eine schonende Alternative könnte die unter dem Namen Aldara® zur Behandlung genitaler Warzen zugelassene Creme sein. Sie enthält den Wirkstoff Imiquimod und hat sich auch gegen Basalzellenkrebs bewährt (vgl. PSO aktuell 3/2001). Nun zeigte Dr. Eggert Stockfleht an der Universitäts-Hautklinik Kiel an 52 Patienten, dass sich die Keratosen innerhalb von zehn bis zwölf Wochen vollständig „wegschmieren“ lassen. |
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Die Betroffenen
sollen zu Experten im Umgang mit ihrer Krankheit werden. PSO
aktuell hilft ihnen dabei. Um über alles Wesentliche
aufzuklären, brauchen wir selbst oft kompetente Unterstützung. Die
Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates bleiben aber meist im
Hintergrund. Diesmal wurden sie zu aktuellen Stellungnahmen
aufgefordert.
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Kaum waren die Forschungsergebnisse der Universität von Pennsylvania in Philadelphia veröffentlicht, erschienen alarmierende Schlagzeilen. "Krebs durch Schuppen" titelte z.B. die Münstersche Zeitung. Demnach sollte bei schwerer Psoriasis die Wahrscheinlichkeit bösartiger Hauttumoren mindestens genauso erhöht sein wie in Verbindung mit Organtransplantationen.
Prof. Hans Meffert
Seit 1972 an der
Universitäts-Hautklinik der Charité Berlin. Sein Arbeitsschwerpunkt ist
"Photodermatologie".
Das errechnete Krebsrisiko verglich man mit dem von Hochdruck-Kranken, in der Annahme, dieses entspreche ungefähr dem der Gesamtbevölkerung. die Wahrscheinlichkeit, an bestimmten Arten von Krebs zu erkranken, wurde für "schwere Psoriasis" 1,78fach größer als für die Hochdruck-Kranken berechnet. Die meisten Nichtmelanomhautkrebse (Basaliome und Spinaliome) oder Lymphome der Haut.
Bei Menschen, deren Haut des öfteren ein Hautarzt inspiziert, werden Hautkrebse und Lymphome früh erkannt. Das ermöglicht deren rechtzeitige und im Vergleich zu allen anderen Krebsen ungewöhnlich erfolgreiche Behandlung. Die Haut von Hochdruck-Kranken wird in der Regel nicht vom Hautarzt untersucht. Deshalb wird bei ihnen die Diagnose Hautkrebs seltener und später gestellt. Die Aussage der besprochenen Studie sollte darum heißen: Psoriasiskranke haben es hinsichtlich Hautkrebs besser.
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Prof. Willy Born
Dermatologe mit Spezialgebiet Strahlentherapie. Bis 1988 an der Universitäts-Hautklinik Freiburg. Seitdem in eigener Praxis.
Die Kontrolle eigener Behandlungsverläufe sowie Berichte im Fachschrifttum machen deutlich, dass beim Unterschreiten einer gewissen Frequenz-Schwelle aufeinander folgender UVB-Bestrahlungen kaum irgendwelche mehr als zufällig guten Ergebnisse im Fall chronischer plaqueförmiger Psoriasis erwartet werden können. Diese Schwelle liegt bei ungefähr dreieinhalb tatsächlich erfolgten Bestrahlungen pro Woche. ...Ein bis drei Behandlungen pro Woche reichen daher nicht aus, auch wenn dieses Programm über Monate fortgesetzt wird.
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Priv.-Doz. Matthias Augustin
Dermatologe. Oberarzt und Leiter der Allgemeinambulanz der Universitäts-Hautklinik Freiburg.
Die Psoriasis gehört zu den Hauterkrankungen, die am stärksten die Lebensqualität beeinträchtigen. ..Dieser hohe Krankheitswert ist auch im Vergleich zu Diabetes mellitus, Rheuma, Herzerkrankungen oder sogar Krebs nachweisbar. Daher muss für alle notwendigen Behandlungsformen die Erstattungsfähigkeit erhalten bleiben.
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In der Fachklinik Sylt wurde ein Schulungsprogramm für Patienten ab acht Jahren erprobt. Seine wissenschaftliche Bewertung zeigt, dass die Teilnehmer ihre chronische Erkrankung besser annehmen und selbständiger damit umgehen können. Was auf welche Weise trainiert wird, beschreibt ein Buch. Es lädt zur Nachahmung ein.
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Seit 1. Juli 2001 fasst ein Verzeichnis zusammen, wann im Regelfall z.B. Krankengymnastik oder Fangopackungen wie oft verordnet werden können. Pro und Contra der neuen Richtlinie.
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Immer wieder habe ich gelesen, dass Kaltduschen zu vermehrter Kortisonausschüttung führt und dies sich positiv auf die Schuppenflechte auswirkt. Trifft das zu? Und was ist hiervon zu erwarten?
Marc S.
PSO aktuell: Morgens zwischen sechs und acht Uhr wird das meiste körpereigene Kortison gebildet. Wenn man sich in dieser Zeit nach der (nicht zu warmen!) Dusche kurz vom Kopf bis zu den Füßen mit kaltem Wasser "abschreckt", kann dies die Nebennierenrinde veranlassen, einige Milligramm des Hormons mehr zu produzieren. Da es Entzündung und überstürzte Zellteilung hemmt, lässt sich damit auf natürliche Weise der Psoriasis-Verlauf günstig beeinflussen. Das dürfte allerdings mehr im Sinne der früher als "Abhärtung" bekannten Vorbeugung die Bereitschaft dämpfen, mit den typischen Hauterscheinungen auf auslösende Reize zu reagieren. Eine deutliche Wirkung an den bereits bestehenden Herden ist allein dadurch nicht zu erwarten.
weitere "Fragen und Antworten" ab Seite 30 ...
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