Hier einige Höhepunkte des Heftes Nr. 2 - Juni 2003:
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Italienische Hautärzte erprobten einen einfachen Trick: Durch Zugabe von Maisöl wird das zur innerlichen Behandlung schwerer Schuppenflechte verfügbare Präparat mit dem Wirkstoff Ciclosporin auch äußerlich wirksam. Das bestätigten die Erfolge bei den ersten Versuchspersonen, die diese Rezeptur zweimal täglich auf den betroffenen Nägeln einrieben.
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Die
lange angedrohte Positivliste der auf Kassenrezept verordnungsfähigen
Medikamente liegt nun vor. Bei Schuppenflechte ist das meiste erhalten
geblieben. Unbegründete Abstriche bei der Basispflege könnten
langfristig teuer werden.
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Bakterielle Infekte der oberen Luftwege durch Streptokokken können Schuppenflechte auslösen oder aufrecht erhalten. Für Kinder wird darum entweder die Entfernung immer wieder vereiterter Mandeln oder eine Antibiotikatherapie empfohlen. Die Gabe solcher Medikamente hatte jedoch in der einzigen kontrollierten Studie, die nordamerikanische Dermatologen dazu fanden, keinen deutlichen Effekt auf eine bereits bestehende Psoriasis. Den Nutzen der Operation hat man überhaupt noch nicht in einer vergleichenden Untersuchung geprüft. Obwohl ihre Wirksamkeit nicht bewiesen sei, so folgert der Bericht in der neuen Zeitschrift Kompakt Dermatologie (April 2003), hätten beide Verfahren mehr Vorteile als Nachteile und sollten durchaus erwogen werden.
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Bei uns kennt man vor allem die Akupunktur. Die Nadelbehandlung spielt jedoch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) für die Therapie von Hautkranken eine untergeordnete Rolle. Mit Heilkräutern berichten Fachleute erstaunliche Erfolge.
Kräuter-Unheil |
Obwohl
pflanzliche Arzneimittel im Allgemeinen viel weniger Nebenwirkungen
haben als künstlich hergestellte Präparate, ist auch im Umgang mit
ihnen Vorsicht geboten: |
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Das weltweite Datennetz hält eine
Fülle von medizinischen Informationen bereit. Doch nicht allein die
Menge macht es schwer, sich zurechtzufinden. Noch komplizierter ist
die Entscheidung, welchen Angeboten man trauen kann. Woran sind
Quacksalber zu erkennen? Was hilft bei der Suche nach brauchbaren
Fakten?
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Das Problem ist weit verbreitet. Einen Patentlösung gibt es auch dafür nicht. Trotzdem kann man mehr tun, als Betroffene oft wissen und Hautärzte ihnen erklären.
| Gebrauchsinformation |
Die
überstürzte Erneuerung von Hornzellen führt bei Kopfhaut-Psoriasis
zu sichtbaren Schuppen. Wegen der zugrunde liegenden Entzündung
besteht häufig Juckreiz. Beides soll die Therapie vermindern. Was dafür
alles in Frage kommt, wird in unserem Beitrag dargestellt. Die Auswahl
richtet sich nach Art und Schwere der Erscheinungen. Zudem müssen die
Betroffenen herausfinden, weiche der vorgeschlagenen Mittel und
Methoden sie sich am ehesten im Alltag zumuten können. Allgemeine
Grundsätze sind:
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Seit 19 Jahren habe ich die Schuppenflechte und kann deswegen nicht einmal mit meinen Kindern schwimmen gehen. Meine Hautärztin sagte mir nun, dass es dieses neue Medikament gibt. Bekomme ich das auch in Deutschland, um wenigstens eine Zeitlang dieses ständige Einschmieren los zu sein?
Julia Z.
PSO aktuell: Das
Medikament mit dem Wirkstoff Alefacept greift gezielt in die bei
Schuppenflechte gestörten Vorgänge des Immunsystems ein. Unter dem Namen
Amevive© ist es in den USA seit Ende Januar 2003 zugelassen zur
Behandlung mittelschwerer bis hochgradiger Psoriasis vulgaris, die nicht nur
äußerlich, sondern mit Tabletten bzw. Spritzen oder UV-Therapie behandelt
werden muss. In Deutschland wird das Präparat nicht, wie zunächst erwartet,
im Herbst dieses Jahres verfügbar sein. Wenn es die Hautärztin für
notwendig hält, kann es aber über eine internationale Apotheke aus den USA
besorgt werden (§ 73, Abs. 3 Arzneimittelgesetz).
Für eine Behandlungsserie braucht man 12 wöchentlich verabreichte
Injektionen. Dabei entstehen mit Transport etc. Kosten von ca. 15.000 Euro,
die dem Budget des verordnenden Arztes zugerechnet werden, das heißt: Er muss
später sicherlich genau begründen, warum er die für sein Fach geltende
Richtgröße der Arzneimittelausgaben überschreitet. Zu bedenken ist
außerdem, dass bisher nicht vorhergesagt werden kann, wer wirklich gut auf
die Behandlung anspricht und dann monatelang weitgehend erscheinungsfrei
bleibt. So lässt sich ein Versuch höchstens in hochgradigen Einzelfällen
rechtfertigen, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind oder wegen
Unverträglichkeit ausscheiden. Das sollte vorher mit der Krankenkasse des
Patienten abgesprochen werden.
weitere "Fragen und Antworten" ab Seite 30 ...
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