Haben Sie Schuppenflechte (Psoriasis)?
Haben Sie Angehörige oder Freunde, die mit dieser Hauterkrankung leben?
Oder suchen Sie aus einem anderen Grund Informationen über die Schuppenflechte?
Hier, in der Zeitschrift PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte, finden Sie Antworten auf Ihre Fragen und viele Tipps zum Umgang mit der Erkrankung.
Möchten Sie die Zeitschrift PSO aktuell kennen lernen?
Fordern sie ein kostenloses Probeheft an!
![]() |
Ausgabe Nr. 3 / September 2003
|
Preis: € 2,50
(zzgl. Versandkosten)
Rheumaspezialisten achten oft nur auf die zu ihrem Fachgebiet gehörenden Krankheitszeichen. Daher wird die mit Schuppenflechte verknüpfte Gelenkentzündung nicht als solche erkannt.
Zwei Patienten suchten 23 verschiedene Rheumatologen auf, präsentierten jeweils in gleicher Weise die typischen Symptome, ohne die ihnen bekannten Schuppenflechte zu erwähnen. Nur 14 Fachärzte stellten die richtige Diagnose. Sie hatten häufiger als ihre daneben tippenden Kollegen auch die Haut angeschaut.
![]() |
|
weiter auf Seite 7...
Deutsche Dermatologen bevorzugen in Wasser gelöstes Psoralen und UVA. Diese Form der Balneo-Fototherapie war der Bestrahlung bei 311 nm unterlegen.
weiter auf Seite 8...
Das seit Dezember 2002 zur Therapie schwerer Psoriasis-Arthritis zugelassene Etanercept (Enbrel®) hemmt den Botenstoff Tumor-Nekrosefaktor alpha (TNF-α). Rund die Hälfte der Patienten, die sich in einer Studie mit etwa 600 Teilnehmern das Mittel zweimal wöchentlich unter die Haut gespritzt hatten, zeigte nach drei Monaten einen Rückgang der Hauterscheinungen um mindestens 75 Prozent. Bei doppelt so langer Behandlung wurde ein solches Ergebnis in fast zwei Drittel der Fälle erreicht. Der Anteil entsprechend gebesserter Plaque-Psoriasis beträgt bei Infliximab (Remicade®) sogar annähernd 90 Prozent. Dieser auf andere Weise wirkende TNF-α-Hemmer muss dazu dreimal als intravenöse Infusion verabreicht werden. Für die viel versprechende Therapie sind jedoch dringend einheitliche Richtlinien notwendig, fordern Erlanger Dermatologen (JDDD 1, 259-272; 2003).
weitere "Notizen" ab Seite 4...
Viele sprechen immer noch von "Kur", wenn es um medizinische Rehabilitation geht. Diese ist aber nicht nur ein zusätzlicher Gesundheitsurlaub und mehr als die Fortsetzung der kurativen Medizin mit etwas anderen Mitteln.
Heilen (lat. curare) lassen sich chronische Haut- und Gelenkerkrankungen höchstens in dem Sinne, dass die momentanen Erscheinungen und Beschwerden beseitigt werden. Indem Rehabilitation darüber hinaus
- so gut es jeweils möglich ist - Einschränkungen der Teilhabe am täglich Leben in Familie, Beruf und Gesellschaft ausgleicht, werden die Betroffenen sozial wieder passend (lat. habilis).
Wäre es für Menschen mit Schuppenflechte nicht die beste Lösung, wenn sie bei akutem Bedarf zur Krankenhausbehandlung in eine auch dafür zugelassene Fachklinik eingewiesen und dort anschließend sofort zur Rehabilitation übernommen werden könnten? Indes sind die Voraussetzungen dazu nur begrenzt vorhanden, die Zuständigkeiten von Kranken- und Rentenversicherung keineswegs eindeutig. Immerhin wurde mit dem Neunten Sozialgesetzbuch ein gemeinsames Recht für eine einheitliche Praxis geschaffen.
weiter auf Seite 12...
Die orthomolekulare Medizin empfiehlt Gesunden und Kranken, das tägliche Essen gezielt durch lebensnotwendige Stoffe zu ergänzen. Dabei werden besonders Vitamine oft weit höher dosiert, als es zum Ausgleich eines Mangels erforderlich wäre. Das ist im besten Fall überflüssig, kann aber gefährlich werden.
weiter auf Seite 20...
![]() |
Auch wenn es |
Kurz
gefasst |
||||||
|
Der Apotheker hat mir das Gerät "Bemer 3000" empfohlen. Bei seiner Frau sei damit die Entzündung im Kniegelenk verschwunden und die Schuppenflechte insgesamt viel besser geworden. Kann da etwas dran sein? Immerhin kostet das Ganze mit allem Zubehör über 2000 Euro.
Josef M.
PSO aktuell: Der Name steht für Bio-Elektro-Magnetische-Energie-Regulation. Es ist eines der unzähligen Produkte, die heute mit dem nicht definierten Begriff "Magnetfeldtherapie" gegen alle nur denkbaren Beschwerden propagiert werden. Die Hersteller berufen sich, stillschweigend oder ausdrücklich, auf ein Verfahren, das der Münchner Physiker Werner Kraus seit 1967 entwickelt und der Chirurg Prof. Fritz Lechner bald darauf erstmals an Patienten erprobt hat. Seine Wirksamkeit musste das Original zunächst in anders nicht mehr behandelbaren Fällen beweisen.
Inzwischen ist durch experimentelle und klinische Studien für eine Reihe von Anwendungsgebieten wissenschaftlich belegt, dass spiegelbildlich auf- und abschwellende (sinusförmige) elektromagnetische Felder mit einer Frequenz von höchstens 20 Schwingungen je Sekunde die besten Ergebnisse bringen. Die Feldstärke beträgt dabei drei bis sechs Millitesla (mT). Das entspricht nach der älteren Maßeinheit 30 bis bis 60 Gauß. Dagegen erreicht die für die Bemer-Therapie verwendete Spulenmatte weniger als die Stärke des uns ohnehin ständig umgebenden Erdmagnetfeldes (ca. 0,5 Gauß). Zudem ändert sich die Dichte des magnetischen Kraftflusses nicht wellenartig in einem bestimmten Rhythmus, was bei sinusförmigen Schwingungen eine gleichmäßige Anwesenheit des Feldes garantiert. Andere Signale sind bei genauer Analyse aus verschiedenen Frequenzmustern zusammengesetzt und nicht ständig für biologische Wirkungen verfügbar, oder sie enthalten in dieser Hinsicht nutzlose Anteile. Wie der "extrem breitbandige BEMER-Impuls" aussieht, ist unseres Wissens nie gezeigt worden, die damit behaupteten Therapieerfolge sind kaum nachprüfbar.
Ich habe einen "neuen" Internisten als Hausarzt. Er forschte auch in den USA. Seiner Aussage nach behandelt der dortige Vitamin-D-Papst Michael Hollick am MIT in Boston die Schuppenflechte mit hochdosierten oralen Gaben von 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 am Abend, so dass kein Kalzium mehr durch Nahrungsaufnahme zugeführt wird, was bei Überschuss in der Niere abgelagert werden könnte. Das wurde mir nun als Alternative zu Psorcutan® und UV-Bestrahlung vorgeschlagen.
Paul M.
PSO aktuell: Vitamin D3 (Cholecalciferol) entsteht bei Bestrahlung der Haut mit kurzwelligem UVB-Licht. In Leber und Nieren wird es zum biologisch aktiven Calcitriol (1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol) umgewandelt. Diese Verbindung kann man seit November 2000 mit Silkis® äußerlich anwenden. Zuvor waren dafür die chemisch abgewandelten Substanzen Calcipotriol (z. B. Psorcutan®) und Tacalcitol (Curatoderm®) als besser verträglich angeboten worden (vgl. PSO aktuell 1/2001, S. 14). Wegen der sonst möglichen Erhöhung des Calcium-Spiegels im Blut ist Calcitriol in der Salbe relativ niedrig dosiert. Die Einnahme (orale Gabe) führte in einigen Studien zur Besserung der Psoriasis und soll unter Beachtung der Calcium-Zufuhr und strenger Kontrolle auch sicher sein. Zu diesem Schluss kam eine Fachveröffentlichung (Br.J. Dermatol. 134,1070-1078; 1996). Die entsprechenden Präparate (Bocatriol®, Decostriol®, Rocaltrol®) sind aber nicht für dieses Anwendungsgebiet zugelassen, müssen also von den Kassen auch nicht bezahlt werden.
weitere "Fragen und Antworten" ab Seite 30 ...
Weitere Informationen |
Möchten Sie diese Artikel in voller Länge lesen?
|