PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft Juni 2013

 

Fumarate bei Psoriasis

Gefahr einer Hirnschädigung?

Lange blieb Fumarsäure ein Geheimtipp für Psoriasis-Patienten, die von der schulmedizinischen Behandlung enttäuscht waren. Als Lebensmittelzusatz, z. B. in Gummibärchen, ist sie unwirksam. Doch ab 1959 hatten ein Chemiker und dann ein praktischer Arzt, beide selbst betroffen, die durch Reaktion dieser Fruchtsäure mit Alkohol gebildeten Ester erprobt. Nach ihren wechselnden Vorschriften wurden die zur Einnahme geeigneten Verbindungen (Fumarate) in Apotheken individuell zubereitet.

 

Fumarate: Gefahr einer Hirnschädigung?
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Zehntausende schluckten unkontrolliert solche Arznei-Mischungen. Ein industriell hergestelltes Präparat gewährleistete später, dass die Wirkstoffe in konstanter Qualität und Menge verfügbar sind. Doch es dauerte noch einige Jahre, bis die von Dermatologen als gefährliche Scharlatanerie verdächtigte Therapie wissenschaftlich überprüft werden konnte. Aufgrund dokumentierter Studienergebnisse wurde das Fertigarzneimittel Fumaderm® schließlich 1994 in Deutschland zur Psoriasis-Behandlung zugelassen.

 

Die Magen-Darmbeschwerden als häufigste unerwünschte Arzneimittelwirkung sind unangenehm, aber nicht gefährlich. Zudem gehen sie im Laufe der Behandlung von selbst zurück und lassen sich mit einigen Tricks bei der Anwendung abschwächen.

 

Lymphozyten überwachen

Die oft auftretenden Blutbildveränderungen unter der Fumaderm®- Einnahme „scheinen Ausdruck der erwünschten Wirkung zu sein“, vermutete ein Bericht in der ersten Ausgabe von PSO aktuell (Dezember 1991). Das korrigierte die damals noch vorherrschende Erklärung, mit der beim Menschen als Zwischenprodukt des Stoffwechsels gebildeten Fumarsäure werde ein zu Schuppenflechte führender Mangel ausgeglichen.

 

Entzündungshemmende Botenstoffe angeregt

Stattdessen rückte eine regulierende Wirkung auf die maßgeblich an der entzündlichen Immunantwort beteiligten weißen Blutkörperchen (Leukozyten) ins Blickfeld. Weichen die im Blut ermittelten Werte der verschiedenen Zellen bereits vorher deutlich von der Norm ab, darf keine Behandlung mit Fumaraten begonnen werden. Um sicher zu sein, dass diese nicht des Guten zu viel tun, muss während der Behandlung regelmäßig die Gesamtzahl der weißen Blutkörperchen mit dem jeweiligen Anteil von Lymphozyten ...

 

Den vollständigen Artikel können Sie in diesem Heft lesen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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