PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft Dezember 2015

 

Psoriasis arthritis

Radioaktiv gegen Gelenkentzündungen

Das seit langem angewendete Verfahren der Radiosynoviorthese verspricht gute Ergebnisse bei Arthritis. Aufgrund der örtlichen Behandlung soll die Gefahr von Nebenwirkungen gering sein. Die Therapie wird von den Krankenkassen bezahlt.

 

Psoriasis arthritis: Radioaktiv gegen Gelenkentzündungen
© Sergey Nivens – fotolia.com

Etwa 800.000 Menschen in Deutschland sind an rheumatoider Arthritis erkrankt, von den etwa zwei Millionen Psoriasis-Patienten entwickelt etwa jede/r Fünfte eine Psoriasis arthritis. Allen gemeinsam sind die chronisch entzündlichen Prozesse in einem oder mehreren Gelenken.

 

Eigentlich sollen die Zellen des Immunsystems den Körper vor Krankheitserregern oder Fremdstoffen schützen. Daher ist auch die Gelenkschleimhaut an der Oberfläche mit den so genannten Fresszellen bedeckt. Deren Aufgabe ist es beispielsweise, nach einem Bluterguss im Gelenk die Blutkörperchen zu entfernen. Bei der Arthritis jedoch greifen jene Makrophagen das körpereigene Gewebe an. Die Folge: „Die Gelenkschleimhaut wuchert in einem so genannten Autoimmunprozess, und das führt zu Schmerz, Schwellung, Bewegungseinschränkung und letztendlich zur Zerstörung des Gelenks“, so Prof. Gynter Mödder von Deutschen Zentrum für Radiosynoviorthese in Köln.

 

Das Verfahren, kurz: RSO, wird bereits seit den 1960er Jahren angewandt, seit 1993 darf es als Alternative zu operativen Eingriffen oder langjähriger Medikamenteneinnahme ambulant durchgeführt werden. In Deutschland werden etwa 60.000 Gelenke im Jahr mittels RSO behandelt. Sie richtet sich gegen Entzündungen, die nicht nur bei Arthritis, sondern auch im Rahmen einer Arthrose oder anderer Erkrankungen auftreten können. Mit Ausnahme der Wirbelsäule sind alle Gelenke behandelbar, die in Reichweite der Injektionsnadel liegen.

 

Nur kurz vor Ort radioaktiv

Das R in der Abkürzung steht für die verwendeten radioaktiven Isotope, das S für die Synovialis (Gelenkschleimhaut), und O für Orthesis bedeutet Wiederherstellung. „Bei dieser Behandlung nutzen wir Strahlen, um die Entzündung auszuschalten und den ursprünglichen Zustand der Gelenkinnenhaut wiederherzustellen“, sagt Dr. Norbert Czech vom Zentrum für Nuklearmedizin und PET/CT in Bremen. Die nuklearmedizinische Lokaltherapie sollte erwogen ...

 

Den vollständigen Artikel können Sie in diesem Heft lesen:

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