PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Artikel aus PSO aktuell Heft März 2017

 

Vitamin D bei Psoriasis

Unter- oder überschätzt?

Bekannt wurde es als antirachitisches Vitamin. Um Störungen der Knochenbildung vorzubeugen, sind zusätzliche Gaben bei Säuglingen allgemein empfohlen. Nun werden immer mehr chronische Erkrankungen mit einem Mangel in Verbindung gebracht, darunter auch Psoriasis. Die Angaben zum Bedarf weichen jedoch weit voneinander ab. Ebenso umstritten bleibt, wie er am besten zu decken ist, ohne des Guten zu viel zu tun.

 

Arzneimittel: Was weiter undurchsichtig ist
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Vitamine braucht der Organismus für die zum Leben (lat. vita) wichtigen Funktionen, ohne sie selbst immer genügend herstellen zu können. Eine ausgewogene Ernährung führt die nötigen Mengen in der Regel zu. Die mit D markierten Verbindungen entsprechen der traditionellen Benennung nicht ganz. Vitamin D2 (Ergocalciferol) wird mit pflanzlichen Lebensmitteln aufgenommen; Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist dagegen in tierischer Nahrung enthalten. Aus einer chemischen Vorstufe kann es aber der Körper selbst bilden, wenn die Haut mit UV-B-Licht bestrahlt wird, und auf diesem Weg decken wir 80 bis 90 Prozent des Bedarfs.

 

Die für den Umbau von 7-Dehydrocholesterin in Cholecalciferol erforderliche Wellenlänge zwischen 280 und 315 Nanometer (nm) umfasst den zur Fototherapie der Psoriasis genutzten Bereich des Sonnenlichts. Am stärksten wird die Cholecaliferol-Bildung befeuert durch UV-B-Strahlen von 300 nm. Dies deckt sich annähernd mit dem Gipfel der zur Hautrötung (Erythem) führenden Wirksamkeit (vgl. PSO aktuell 2/2014).

 

In der Leber entsteht dann Calcidiol (25-Hydroxy-Cholecalciferol), die Speicherform von Vitamin D3, mit deren Bestimmung im Blut sich der Versorgungsgrad messen lässt. Sowohl Ergo- als auch Cholecalciferol werden schließlich vor allem in den Nieren umgebaut zum biologisch aktiven Calcitriol, das man heute als Vitamin-D-Hormon kennzeichnet Es wird „praktisch von allen Organen benötigt“, sagt Prof. Jörg Spitz. Er war als Facharzt für Nuklearmedizin an der Universität Mainz tätig. Nach Weiterbildung in Ernährungs- und Präventionsmedizin hat er sich wissenschaftlich wie publizistisch besonders dem „Sonnenhormon“ gewidmet. Ein Mangel, so Spitz, „ist ein weiterer bedeutender Risikofaktor für viele chronische ...

 

Außerdem finden Sie:

- Info: Zur Vitamin-D-Bildung empfohlene sommerliche Sonnenbestrahlung zwischen 12 und 15 Uhr

- Risikogruppen für Vitamin D Mangel

 

Den vollständigen Artikel können Sie in diesem Heft lesen:

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