PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell März 2008

 

 

Ayurveda: Psoriasis ist "heilbar"

Mir ist bewusst, dass ich mich mit dieser gewagten These polar gegen die gängige Behauptung der Schuldmedizin „Psoriasis ist unheilbar“ stelle. Wenn der Satz lauten würde „Psoriasis ist mit den heutigen Mitteln der Schulmedizin nicht heilbar“, wäre nichts dagegen einzuwenden.

 

Davon, wie wahr diese komplettierte Selbstaussage der Schulmedizin ist, konnte ich mich seit meinem 21. Lebensjahr (inzwischen bin ich 56) hinlänglich überzeugen. Denn nicht eine einzige der dort zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden brachte über längere Zeit den gewünschten Erfolg der angestrebten „Erscheinungsfreiheit“. Stattdessen traten zusätzliche Nebenwirkungen auf, die jede dieser Prozeduren für mich zunehmend fraglich und das Leben mit Psoriasis vergleichsweise „gesünder“ erscheinen ließen.

 

Auch alternative Behandlungsversuche wie Homöopathie, Akupunktur, zahlreiche Selbstversuche aus der Erfahrungsheilkunde und anthroposophische Heilmittel brachten nicht das gewünschte Resultat.

 

Ganz anders verlief dagegen die Behandlung durch die beiden Ayurveda- Ärzte Dr. Meera Buddh und Dr. K. Naik (Vorsitzender der Deutschen Ayurveda Akademie) in Berlin-Wedding, den ich erstmals im Frühjahr 2007 aufgesucht hatte. Allein die etwa einstündige, umfassende diagnostische Befragung und Untersuchung zur Eigenart der Person und meiner Lebensgewohnheiten zeigten auf eindrückliche Weise, dass der geistige Ansatz auf den ganzen Menschen und nicht etwa nur auf eine bestimmte Krankheit zielt. Dabei wurde übrigens kein Heilungsversprechen abgegeben, aber zugleich auch deutlich, dass es die Unheilbarkeitsthese im Ayurveda nicht gibt.

 

Die Therapie wurde zunächst mit einer auf meine Individualität abgestimmten Ernährungsumstellung und speziellen Pflanzenpräparaten eingeleitet, welche der vorbereitenden Stärkung für weitere Therapiemaßnahmen dienten. Erst einige Wochen später traten äußere, nicht aggressive Mittel (wässrige und ölige Lotionen) hinzu, die das allmähliche Verschwinden der Psoriasisherde auf sanfte, aber durchaus rasche und effiziente Weise mit sich brachten. Nachdem die Herde bereits fast vollständig verschwunden waren, schloss sich eine tiefgreifende mehrtägige Reinigungskur an, die insbesondere der Ausleitung abgelagerter Gifte und der Vorbereitung einer nachhaltigen Anregung und Kräftigung des Stoffwechsels dienten. Anschließend folgte der allmähliche und gezielte Wiederaufbau der Verdauungstätigkeit, begleitet von der mehrwöchigen Einnahme weiterer Pflanzenpräparate.

 

Die Therapie wurde regelmäßig und aufmerksam durch die behandelnden Ärzte begleitet und – je nach Verlauf und meinem Befinden – modifiziert.

 

Inzwischen sind die zuvor an Kopf, Rumpf und Gliedmaßen ausgeprägten Psoriasisherde verschwunden. Zudem wurde eine wesentliche Verbesserung der bisher stets zu trockenen Hautqualität, meines Gesamtbefindens und damit auch eine psychische Stabilisierung erreicht, die sich insbesondere in anhaltender Schaffensfreude sowie selbstsicherem und gelassenem Umgang mit schwierigen Lebenssituationen zeigt. Angesichts der Tatsache, dass die Psoriasis bei mir erstmals in einer Dauerstresssituation ganzkörperlich aufgetreten ist, dürfte gerade die psychogene Komponente eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

 

Es darf also davon ausgegangen werden, dass hier ein vielversprechender therapeutischer Weg beschritten wird, der zu der berechtigten Hoffnung Anlass gibt, dass Psoriasis auch heilbar sein kann, sofern man unter Heilung nicht eine therapeutische Praxis versteht, die kränkende Lebensweisen und Gesundheit in Einklang zu bringen versucht. Damit wollte ich nicht etwa sagen, dass ich mich schon für geheilt halte, aber eine so restlose und anhaltende Beschwerdefreiheit hat alle Achtung und Kostenerstattung verdient.

 

Da Krankenkassen erfolgsorientiert handeln sollten und fortwährend den Kosten-Nutzen-Aspekt betonen, müssten solche Fälle eigentlich wie gerufen begrüßt werden. Zumindest bei der AOK ist aber das Gegenteil der Fall. Die Antwort auf meinen Antrag auf Kostenübernahme lautete: „Sie beantragen die Kostenerstattung für Behandlungskosten bei einem Ayurvedaarzt. Die Kosten können wir nicht übernehmen... Es besteht kein Anspruch auf Leistungen, die für die Erzielung des Heilerfolges nicht notwenig, unwirtschaftlich sind oder deren Nutzen wissenschaftlich nicht belegt ist.“

Wolf B.

 

PSO aktuell: Ihr ärger ist verständlich, zumal die Ayurveda-Behandlung offensichtlich die einzige Behandlung war, die Ihnen geholfen hat. Dazu folgende Anmerkungen:

 

Wie Sie ja schon geschrieben haben: Die Tatsache, dass Ihnen Ayurveda geholfen hat, bedeutet noch lange nicht, dass die Methode allen Psoriatikern hilft. Wenn es um die Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenkasse geht, kommt es nicht auf den Erfolg im Einzelfall an. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für alternative Heilverfahren in der Regel nur, wenn der Gemeinsame Bundesausschuss ein Verfahren anerkannt hat. Und dieser wiederum tut dies meist nur dann, wenn entsprechende Studienergebnisse vorliegen. Dies ist bei Ayurveda, wie bei vielen alternativen Methoden, nicht der Fall. Voraussetzung für eine Kostenübernahme ist übrigens, dass der behandelnder Arzt eine Kassenzulassung hat, die Ayurveda-Behandler allerdings nicht immer haben. übrigens gibt es gesetzliche Krankenkassen, die gegenüber alternativen Verfahren aufgeschlossener sind.

 

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