PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell Juni 2005

 

 

Helfen Omega-3-Fettsäuren bei Arthritis psoriatica?

Bei mir liegt der Verdacht auf Arthritis psoriatica in den Kniegelenken vor. Ich habe irgendwo gelesen, dass Omega-3-Fettsäuren gut bei dieser Erkrankung seien. Können Sie das bestätigen?

Ilko A.

 

 

PSO aktuell: Die heute in der Gesundheitswerbung oft genannten Fettsäuren sind ungesättigt, das heißt in ihrem Molekül verknüpfen sich Kohlenstoff- und Wasserstoffatome durch Doppelbindungen. Die Eicosapentaensäure besteht z. B. aus zwanzig (griech. eicosa) Kohlenstoffatomen und weist fünf (griech. penta) Doppelbindungen auf. Da die erste am dritten Kohlenstoffatom beginnt, ist es eine fünffach ungesättigte Omega-3-Fettsäure. Sie kann aus einem anderen Vertreter dieser Gruppe, der besonders in Lein-, Raps-, Soja- oder Walnussöl vorhandenen Alpha-Linolensäure, gebildet werden. Mais- oder Sonnenblumenöl enthalten dagegen viel Linolensäure. Im Organismus kann daraus Arachidonsäure entstehen, eine vierfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure, deren Hauptanteil jedoch tierischer Nahrung entstammt. Arachidonsäure wird zu Gewebshormonen abgebaut, die Entzündungsprozesse fördern. Die dazu nötigen Enzyme kann ihr die Eicosapentaensäure streitig machen, und zwar umso besser, je größer ihre Menge im Verhältnis zu Arachidonsäure ist. Von dieser sollen pro Tag nicht mehr als 50 mg aufgenommen werden. 100 g mageres Schweinefleisch enthalten freilich schon mehr als die doppelte Menge, ein Ei durchschnittlich 70 mg Arachidonsäure. Um sie bei reichlichem Angebot als Quelle der Entzündungsstoffe zu verdrängen, wären etwa 1000 mg Eicosapentaensäure nötig. Dazu müsste man täglich zum Beispiel 100 g Hering essen. Als Alternative gibt es gereinigtes Fischöl in Kapseln, z. B. Epamax®. Langfristig auch für die Blutgefäße günstig ist eine vorwiegend vegetarische Kost mit Omega-3-Fettsäuren in pflanzlichen Ölen und möglichst oft verzehrten Kaltwasserfischen wie Makrele, Lachs, Thunfisch. Dagegen soll Fleisch höchstens zweimal pro Woche in kleinen Portionen gegessen werden.

 

 

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