PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell September 2001

 

 

Mit Bioresonanztherapie von der Psoriasis geheilt?

Eine Freundin ist seit der Behandlung mit einem Bioresonanz-Gerät ihre Schuppenflechte völlig los. Durch Kinesiologie hat der Arzt bei ihr außerdem eine Allergie gegen Weizen festgestellt. Die Schulmedizin könne solche über-empfindlichkeiten nicht diagnostizieren. Sie spielten aber eine große Rolle. Ich bin skeptisch, ob ich wirklich den gleichen Erfolg haben könnte. Denn bei mir sind die Herde vor allem an den Beinen zu großen Plaques zusammengewachsen, und wenn ich sie mal wieder mit einer intensiven Therapie weggebracht habe, dauert es kaum eine Woche, bis sie von neuem nachschieben. Meine Freundin hatte dagegen nur einen akuten Schub mit kleinen roten Flecken, die tatsächlich verschwunden sind ohne Salbenschmiererei. Wie beurteilen Sie die genannten Verfahren?

Christa N.

 

 

PSO aktuell: Auf die Theorie und Praxis der Bioresonanztherapie wurde schon in der Stellungnahme zur werbenden Zuschrift einer „Gemeinschaft Naturheilkunde & Psychologie in Bad Nauheim eingegangen. Nach übereinstimmender Auffassung aller Fachleute können mit der Methode weder die „krankhaften“ elektromagnetischen Schwingungen des Körpers diagnostiziert noch therapeutisch „gelöscht“ werden. Die behaupteten Erfolge ließen sich bei wissenschaftlicher Nachprüfung nicht bestätigen. Für die Schuppenflechte gibt es gar keine Untersuchungen. Wenn dabei Allergien als Auslöser oder Verstärker in Betracht kommen, was im Gegensatz zur Neurodermitis höchst selten der Fall ist, dann kann sie die Schulmedizin sehr wohl feststellen. Wir empfehlen zur ebenso sachkundigen wie gut lesbaren Aufklärung das neue Buch unseres wissenschaftlichen Beirates Prof. Hans Meffert: Allergien – der BILD-Therapie-Ratgeber (Ullstein). Eine durch Kinesiologie nachgewiesene überempfindlichkeit gegen Weizen ist zweifelhaft. Dieses in den 60er Jahren von einem amerikanischen Arzt und Physiotherapeuten entwickelte Verfahren testet die Verträglichkeit von Speisen oder Getränken nämlich so: Der Patient hält sie in der Hand, während er mit erhobenem Arm dem vom Therapeuten dagegen ausgeübten Druck widerstehen soll. Was gesund ist, macht den Muskel angeblich stark, die zu meidenden Stoffe schwächen ihn, heißt es. Eine mögliche Abwehrreaktion des Immunsystems auf das in Weizen vorkommende Klebereiweiß (Gluten) ist auf diese Art nicht zu erkennen. So bleibt offen, ob ein Verzicht hilfreich wäre. Wenn tatsächlich z.B. eine Kuhmilchallergie vorliegt, die bedrohliche Folgen haben kann, wiegt die von den Anhängern der Bioresonanztherapie versprochene Heilung in gefährliche Sicherheit. Die Wirkung auf die Schuppenflechte im Fall der Freundin von Frau Nolte dürfte eher dadurch zu erklären sein, dass die oft nach Infekten auftretende akute Verlaufsform mit tröpfchenförmigen Herden nicht selten auch von allein abheilt.

 

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