PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell September 2001

 

 

Psoriasis durch Amalgam?

Ein Bekannter hat sich seine Amalgamfüllungen entfernen lassen. Dabei wurde der Rachen nicht mit einer Gummi- oder Plastikfolie abgedichtet, so dass er es notgedrungen einatmen musste und kleine Teile verschluckt hat. Monate später hat er Schuppenflechte bekommen, erst am Kopf, dann an anderen Körperteilen. Kann da ein Zusammenhang bestehen?

Birgit L.

 

 

PSO aktuell: Zur sachgemäßen Entfernung von Amalgamfüllungen gehört neben dem Ausbohren ohne Turbine (am besten mit einem Hartmetallbohrer bei niedriger Umdrehungszahl) das Abdecken der Mundhöhle und Absaugen. Geschieht dies nicht, kommt erheblich mehr Quecksilber in den Organismus, als je aus den Füllungen freigesetzt wird. Ob das in dem geschilderten Fall tatsächlich die Schuppenflechte provoziert hat, ist von außen schwer zu beurteilen. Als Auslöser kommen unter anderem Allergien in Frage. Solche überempfindlichkeitsreaktionen gibt es auch gegen die Schwermetall-Bestandteile des Amalgam. Sie hätten sich allerdings wohl schon vor Entfernung der Füllungen gezeigt. Allgemein vergehen bis zum Wirksamwerden eines Auslösefaktors meist zwei bis drei Wochen, mitunter kommen die Folgen schon früher zum Vorschein. Eher unwahrscheinlich ist aber ein Zusammenhang, wenn „Monate“ nach dem vermuteten Ereignis eine Psoriasis festgestellt wird. Dazwischen können zahlreiche andere Umstände dazu beigetragen haben, dass die vererbte Anlage sichtbar wird.

 

 

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