PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell März 2001

 

 

Warum hat meine Tochter Psoriasis?

Unsere Tochter leidet seit gut einem Jahr an Schuppenflechte. Ich selbst bin seit meinem 19. Lebensjahr davon betroffen. Richtig schlimm wurde es, als ich beruflich unter Stress stand, heiratete, zwei Kinder bekam. Erst war ich vier Wochen im Krankenhaus, danach ging ein Teil der Schuppenflechte weg, dann ein Jahr später sechs Wochen in der Fachklinik Bad Bentheim. Seitdem sind 90 Prozent der Psoriasis weggeblieben. Inzwischen lässt es sich einigermaßen damit leben. Nur belastet es mich sehr, dass meine jüngste Tochter (sieben Jahre alt) immer stärker von der Schuppenflechte befallen wird. Seltsam ist, dass es in unserer Familie jeweils die Zweitgeborenen (Sohn oder Tochter) trifft.

Franz K.

 

 

PSO aktuell: Bei der früh (vor dem 40. Lebensjahr) auftretenden Form der Schuppenflechte ist eine Erblichkeit ausgeprägt.

Genaue Angaben zum Erkrankungsrisiko gibt es noch nicht. In Deutschland schätzen es die Fachleute auf unter zehn Prozent, falls in einer Familie erst ein Kind betroffen ist. Etwas höher kann es bei einer Mutter mit Psoriasis sein und auf etwa 15 Prozent ansteigen, wenn der Vater erkrankt ist. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich auf 20 Prozent, wenn die Schuppenflechte bei einem Elternteil und einem Kind vorkommt. Haben beide Eltern schon Psoriasis, verdoppelt sich das Risiko ihrer Kinder noch einmal. Das ist freilich Statistik. Auch wenn Vater und Mutter die Anlage weitergeben, lässt sich nicht vorhersagen, welches der Kinder erkranken wird. Selbst bei eineiigen Zwillingen müssen nicht beide betroffen sein. Die Forschung hat zwar inzwischen viele verdächtige Gene erkannt, man weiß aber nicht, welche davon für die Psoriasis-Anfälligkeit die wichtigsten sind, und in jedem Fall müssen noch Umweltfaktoren hinzu kommen, dass sie ausbricht. Das geschieht in solchen Fällen besonders leicht nach bakteriellen Infektionen der oberen Luftwege.

Auf die Behandlung von Kindern sind nur wenige Fachkliniken eingerichtet, da in dieser Altersgruppe die Schuppenflechte selten ist, anders als Neurodermitis. In Frage kämen zum Beispiel die Alexanderhaus-Klinik für Dermatologie und Allergie in Davos und die Fachklinik für Kinder und Jugendliche auf Sylt.

 

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