PSO aktuell - Der Ratgeber bei Schuppenflechte (Psoriasis)

DER RATGEBER BEI SCHUPPENFLECHTE

 

Aus PSO aktuell Juni 2004

 

 

Was kann ich während der Therapie gegen trockene Kopfhaut machen?

Die Therapie mit Salicylsäure und Kortison oder Bestrahlung trocknet die Kopfhaut ziemlich aus. Haben Sie einen Tipp zur regelmäßigen Pflege, sprich Feuchtigkeitszufuhr, vielleicht ein Öl oder ähnliches?

Bernhard W. 

 

 

PSO aktuell: Die zur Behandlung der Kopfhaut verwendeten Mittel und Methoden müssen nicht unbedingt austrocknen. Wie in unserem Beitrag auf Seite 24 beschrieben, lässt sich Salicylsäure unter anderem in Unguentum emulsificans aquosum einarbeiten. Diese hydrophile (Wasser liebende) Salbe nach den Vorschriften des Deutschen Arzneibuches löst schon ohne Zusatz die Schuppen und kann leicht mit normalem Shampoo ausgewaschen werden. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die Haarwaschmittel bei Neigung zu trockener Haut möglichst wenig schäumen. Denn das ist ein Zeichen für einen vergleichsweise geringen Gehalt an Tensiden, also Substanzen, die nicht nur die mit Schmutz vermischten Fette, sondern auch für den Zusammenhalt der Hornschichtbarriere wichtige Lipide entfernen und damit die Wasserbindungsfähigkeit herabsetzen. Bei Kortison-Anwendung trocknet nicht der Wirkstoff aus, vielmehr das Vehikel, in dem er verabreicht wird. Das gilt insbesondere für alkoholische Lösungen. Günstiger sind in dieser Hinsicht Cremezubereitungen. Während bei Neigung zu fettigem Haar die durch das Fönen geförderte Talgabsonderung unerwünscht ist, kann man diesen Effekt nutzen, um den gegenteiligen Zustand auszugleichen.

 

 

 

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